1. Startseite
  2. Welt

Kurioser Feuerwehreinsatz in Rom: Bankräuber steckt in eigens gegrabenem Tunnel fest

Erstellt:

Kommentare

Blick in einen teilweise mit einem Zelt abgedeckten Schacht neben dem Gebäude einer Bankfiliale.
Ein mutmaßlicher Bankräuber musste von Einsatzkräften befreit werden, weil er in seinem eigens gegrabenen Tunnel verschüttet wurde. (Symbolbild) © Friso Gentsch/ dpa

In Rom wurde ein Mann in einem selbst gegrabenen Tunnel verschüttet. Die Rettungsaktion dauerte mehrere Stunden. Er wollte wohl in eine Bank einbrechen.

Rom - Ein spektakulärer Coup kostete ihn beinahe das Leben: Feuerwehrkräfte musste einen mutmaßlichen Bankräuber nach mehreren Stunden aus einem selbstgegrabenen Tunnel retten, der über ihm zusammengebrochen war. Der Bankräuber kam in ein Krankenhaus, seine drei Komplizen der filmreifen Aktion wurden von der Polizei festgenommen.

Bergungsaktion in Rom: Mutmaßliche Bankräuber riefen selbst den Notruf

Acht Stunden waren dutzende Einsatzkräfte damit beschäftigt, den Mann auszugraben. Kurz vor 20.00 Uhr wurde der Verschüttete dann von Feuerwehrleuten und Spezialisten für die Suche nach Erdbebenopfern ins Freie geholt. Anschließend wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

Der Gerettete und drei weitere Männer wurden festgenommen. Ersten Erkenntnissen zufolge war es ein Bandenmitglied selbst, das am Donnerstag Vormittag (11. August) den Notruf absetzte, nachdem es zu dem Unglück gekommen war. Wie die italienische Polizei am Freitag mitteilte, gehen die Ermittler davon aus, dass die Bande in Geschäfte oder eine Bankfiliale in der Nähe des Vatikans eindringen wollte. Die Ermittlungen dauerten aber noch an, sagte ein Polizeisprecher.

Bankräuber wollten offenbar langes Wochenende für Coup nutzen

An diesem langen Feiertagswochenende sind in Italien traditionell die meisten Läden geschlossen: Rund um den Feiertag Mariä Himmelfahrt am Montag verlassen viele Römer die Stadt. Darauf hatten die vier Einbrecher aus Rom und Neapel offenbar abgezielt.

Der Tunnel beginnt unter einem leerstehenden Geschäft, das erst kürzlich angemietet wurde. „Wir dachten, dass die Leute dort renovieren“, sagte ein Anwohner der Nachrichtenagentur AFP. „Wir hatten keinen Verdacht und haben keine Geräusche gehört.“ Inmitten der Grabungsarbeiten aber sackte die Decke ihres engen Tunnels ein. „Hilfe, bitte befreit mich!“, rief der Mann laut Medienberichten. Die Einsatzkräfte gruben daraufhin einen zweiten Tunnel zur Rettung. Der Mann wurde noch unter der Erde mit Flüssigkeit und Sauerstoff versorgt.

Immer wieder versuchen Räuber, sich durch Tunnel in Banken einzuschleichen. In Miami rief ein kurioses Schlagloch die Polizei auf den Plan. (sf/dpa/AFP)

Auch interessant

Kommentare