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Bye bye, Ronnie.

Posträuber beerdigt

Ronnie Biggs: Hell's Angels geben letztes Geleit

London - Freunde und Weggefährten haben sich am Freitag von Großbritanniens berühmtestem Räuber, Ronnie Biggs, verabschiedet. Den Trauerzug begleitete eine Motorradstaffel der Hell's Angels.

Der Leichnam des umstrittenen Stars des spektakulärsten Postzugraubes der Kriminalitätsgeschichte wurde in einem Krematorium in London verbrannt.

Der "Two-Finger Salute", Biggs' Lieblingsgruß, als Blumengebinde.

Ein Blumengebinde war in Form des "Two-finger salute" gebunden, der obszöne Lieblingsgruß des Verstorbenen. Das "Victory"-Zeichen, bei dem der Handrücken dem Betrachter zugedreht wird, entspricht in seiner Bedeutung dem Stinkefinger. Sohn Michael erklärte, sein Vater habe immer ein weiches Herz für Benachteiligte gehabt: „Er hatte immer ein paar Münzen für Bettler auf der Straße bereit.“ Er forderte die Gäste auf, Biggs Begräbnis mit einem „richtigen Besäufnis“ zu feiern.

Biggs war Mitte Dezember im Alter von 84 Jahren gestorben. Zusammen mit mindestens 14 Komplizen hatte er 1963 einen Postzug von Glasgow nach London gestoppt und 2,6 Millionen Pfund erbeutet - ein Wert von heute rund 47 Millionen Euro. Dank seines schillernden Lebens wurde er der Berühmteste der Bande. Nach seiner Inhaftierung gelang ihm 1965 die filmreife Flucht. Er wohnte viele Jahre in Brasilien. Aus Krankheitsgründen kehrte er Anfang des Jahrtausends nach Großbritannien zurück. Dort musste er ins Gefängnis, wurde aber später aus gesundheitlichen Gründen begnadigt.

dpa/hn

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