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Das Video auf der Webseite von "Vier Pfoten" zeigt einen Bären an einer Kette, der von Hunden gejagt wird - im Vordergrund flattert ein Absperrband mit der Aufschrift "Royal Canin"

Nach Beweisvideo in der Kritik

"Royal Canin" finanziert illegale Bärenkämpfe

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Kiew - "Royal Canin" hat verbotene Bärenkämpfe in der Ukraine gesponsort. Für besonders grausame Hunde gab es Pokale mit dem Logo des Tierfutter-Produzenten. Ein Beweisvideo setzt das Unternehmen unter Druck. 

Eine Lichtung in einem Wald in der Ukraine. Mehere Männer in Tarnuniform oder Jogginganzug sitzen auf Holzbänken und sehen einem grausamen Spektakel zu: Zwei bis drei Hunde hetzen einen Braunbären über die Wiese. Das große Tier ist angekettet. Die Hunde kläffen und beißen. Bald hängt dem Bären der Speichel aus dem Maul. Im Vordergrund flattert ein weißes Absperrband mit roter Aufschrift. Gut erkennbar steht dort "Royal Canine" zu lesen. Etwas Abseits des Geschehens steht ein Tisch mit mehreren Pokalen - sie alle tragen das Logo des französischen Tierfutter-Produzenten.

Hier geht's zum Beweisvideo von "Vier Pfoten" auf YouTube

Es sind Szenen aus einem Video der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten". Es entstand im April 2013 und prangert das Sponsoring verbotener Bärenkämpfe in Osteuropa an. Auf der Webseite von "Vier Pfoten" finden sich noch mehr Informationen, die das Ausmaß der Grausamkeit gegen die geschützten Tiere verdeutlichen sollen: So werden die Kampfbären beispielsweise in viel zu kleinen Käfigen gehalten und bekommen kaum Futter, damit sie schwach bleiben. Außerdem werden den meisten von ihnen dem Bericht zufolge die Krallen gezogen, um sie möglichst ungefährlich zu machen.

"Royal Canine" will nichts von Bärenkämpfen gewusst haben

"Royal Canine" behauptet in einer Stellungnahme, die Bärenkämpfe ungewollt unterstützt zu haben. Die ukrainische Niederlassung habe das Sponsoring abgenickt, ohne vorher "über die schrecklichen "Neben-Aktionen" in Kenntnis gesetzt zu werden", so der Tierfutter-Produzent. Doch die empörten Kunden und auch Nicht-Kunden, die das Video gesehen haben, kaufen dem Unternehmen die angebliche Unwissenheit nicht ab.

Das Filmmaterial hat im Netz längst für einen sogenannten Shitstorm gesorgt. "Royal Canine" wird nicht nur unter dem YouTube-Video, sondern auch auf der eigenen Facebook-Seite aufs Übelste beschimpft. Eine Userin schreibt: "Hoffentlich geht ihr diesmal "VOR DIE HUNDE" und verdient mit eurem "Futter" keinen Cent mehr. So was Erbärmliches." Eine andere schimpft: "Verlogenes Pack. Was hilft eine Entschuldigung den armen Bären? Den aufgehetzten Hunden? Jeder der für solch ein makaberes Unternehmen arbeitet, gehört an die Kette." Einige Kommentatoren werden noch wesentlich ausfälliger. Solange der Tierfutter-Produzent seiner Stellungnahme keine Taten folgen lässt, wird sich der angerichtet Image-Schaden wohl kaum wieder gutmachen lassen.

pie

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