Ruderer kentern mit Boot

Monsterwelle lässt Weltrekordversuch scheitern

Kingston - Eine Monsterwelle hat die Weltrekord-Träume von vier Ruderern zerstört. Nach 73 Tagen auf hoher See kenterten sie in der Karibik. Zuvor hatten sie etlichen Problemen getrotzt.

Eine Monsterwelle hat einen Weltrekordversuch von vier Ruderern scheitern lassen, den Atlantik allein mit Menschenkraft zu überqueren. Ihr neun Meter langes Ruderboot „James Robert Hanssen“ wurde nach 73 Tagen auf See in der Karibik von der Welle zum Kentern gebracht, teilte die US-Küstenwache am Sonntag mit. Die vier Ruderer - zwei Amerikaner und ein Kanadier, darunter der kanadische Goldmedaillengewinner Adam Kreek, wurden 650 Kilometer nördlich von Puerto Rico geborgen.

Das Quartett hatte einen mehrwöchigen Kampf mit schlechtem Wetter hinter sich, bei dem mehrere Ruderblätter kaputt gingen und zahlreiche andere technische Probleme zu bewältigen waren. Sie waren im westafrikanischen Senegal in Richtung des mehr als 6700 Kilometer entfernten Miami aufgebrochen. Am Samstag schafften sie es nicht mehr, ihr gekentertes Boot wieder aufzurichten. Sie begaben sich in ein Rettungsfloß und sendeten ein Notrufsignal, berichteten US-Küstenwache und die Organisatoren der Atlantiküberquerung am Sonntag. Wenige Stunde später wurden sie von einem Frachter aufgenommen, den Angaben zufolge alle vier in gutem Zustand.

„Fast die gesamte Reise, ausgenommen gerade mal acht Tage, haben Wetter und Bedingungen nicht mit den erwarteten Modellen und Vorhersagen übereingestimmt“, sagte Greg Spooner, der Einsatzleiter von OAR Northwest in Seattle, das zusammen mit der Canadian Wildlife Federation den Rekordversuch organisierte. „Es war also eine ziemliche Plackerei für einen guten Teil der Reise.“ Noch am Freitag hatten die vier - neben Kreek der Kanadier Markus Pukonen sowie Patrick Fleming und Jordan Hanssen aus Seattle - ein schweres Gewitter überstanden. 1.370 Kilometer vor ihrem erklärten Ziel Miami kam dann mit einer Riesenwelle das Ende des Rekordversuchs.

AP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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