Verbotene westliche Zutaten

Russische Polizei zerschlägt internationalen Käse-Ring

Moskau - Weil sie westliche Zutaten, die dem russischen Einfuhrverbot unterliegen, für die Herstellung von Käse verwendet haben, sind nun sechs Verdächtige verhaftet worden.

Die russische Polizei hat die Zerschlagung eines international agierenden Netzwerks bekanntgegeben, das aus verbotenen westlichen Zutaten in großem Stil Käse hergestellt haben soll. Die Mitglieder der Bande hätten "seit langem" ausländische Produkte geschmuggelt, die unter das Importverbot fielen, teilte die russische Polizei am Dienstag mit. Sechs Verdächtige seien in der Region Moskau festgenommen worden. Sie stehen demnach im Verdacht, aus 470 Kilogramm Lab aus dem Westen Käse im Wert von 30 Millionen Dollar (27 Millionen Euro) hergestellt zu haben.

Lab ist ein Gemisch aus Enzymen, das für die Käseproduktion benötigt wird. Den russischen Behörden zufolge wurde der so hergestellte Käse unter gefälschten Etiketten in Lebensmittelgeschäften in Moskau, St. Petersburg und Umgebung verkauft. Den Verdächtigen drohen laut Polizei wegen Betrugs nun bis zu zehn Jahre Haft.

Russland verbietet seit gut einem Jahr die Einfuhr zahlreicher westlicher Lebensmittel, darunter auch Milchprodukte. Das Importverbot ist eine Reaktion auf die Sanktionen des Westens im Ukraine-Konflikt. Anfang August begannen die russischen Behörden damit, westliche Lebensmittel zu vernichten, die trotz des Embargos in das Land gebracht werden sollten. So wurden bereits Käse-Lieferungen von Dampfwalzen und Früchte von Traktoren und Bulldozern plattgemacht.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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