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Wladimir Putin stellte das neue Projekt vor.

Gelingt ein bemannter Flug zum Mars?

Russland investiert Milliarden in Raumfahrt

Moskau - Russland greift nach den Sternen. Die stolze Raumfahrtnation visiert den Mars an. Für die zunächst bis zum Jahr 2020 reichenden Pläne stellt der Kreml viel Geld bereit.

Gagarin als Vorbild: Mit einer Finanzspritze von 40 Milliarden Euro und modernen Raumschiffen will Russland nach Pannen seinen Ruf als eine der führenden Raumfahrtnationen wieder festigen. Kremlchef Wladimir Putin besuchte demonstrativ am Jahrestag des historischen Flugs von Juri Gagarin ins All 1961 am Freitag die Baustelle von Russlands neuem Weltraumbahnhof Wostotschny im Osten.

Auch Europa und den USA stünde das 7,4 Milliarden Euro teure Kosmodrom ab 2015 zur Verfügung, sagte der Präsident. Er lobte in einer Liveschaltung mit der sechsköpfigen Crew der Internationalen Raumstation ISS die Zusammenarbeit mit dem ewigen Konkurrenten USA.

Bildung eines eigenen Raumfahrtministeriums?

Putin räumte aber dringenden Reformbedarf ein. Im Wettlauf mit den USA, Europa und China habe Russland an Boden verloren, weil große Teile der Wirtschaft noch sowjetisch geprägt seien, kritisierte der Kremlchef. „Unserer Raumfahrtindustrie fehlen Anreize, Innovationen und Talente.“ Er schloss die Bildung eines eigenen Raumfahrtministeriums nicht aus. Zuletzt hatten defekte Raketen den Absturz von Satelliten und damit auch Milliardenschäden verursacht.

Mit seinen Flügen ins All wolle Russland künftig mehr Geld verdienen, kündigte Putin an. „Der Markt wächst, und wir sollten mitwachsen“, forderte er. Moskau werde mehr kommerzielle Satelliten ins All schießen. Das Riesenreich ist nach dem Aus der US-Shuttles derzeit das einzige Land, das Raumfahrer zur ISS befördern kann.

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Trotz des Baus eines neuen Kosmodroms wolle Russland den Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan weiter nutzen, sagte Putin. Moskau zahlt der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik jährlich umgerechnet rund drei Millionen Euro Pacht für das Areal. Von Baikonur aus war Gagarin vor 52 Jahren, am 12. April 1961, zu seinem insgesamt 108 Minuten langen Raumflug aufgebrochen.

Erstmals wolle Russland einen Kosmonauten zum Mond schicken und dort um 2030 eine Station für den Weiterflug zum Mars errichten, sagte der Chef der Weltraumbehörde Roskosmos, Wladimir Popowkin. Ein bemannter Flug zum Mars gilt aber als so aufwendig, dass ihn Experten zufolge nur mehrere Raumfahrtnationen gemeinsam bewältigen können.

dpa

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