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Mehrstündige Reparatur

Ryanair-Flugzeug muss notlanden

Madrid - Zum dritten Mal in vier Tagen ist ein Flugzeug der irischen Gesellschaft Ryanair in Spanien außerplanmäßig gelandet. Am Sonntag zwang ein technisches Problem eine Maschine in Madrid zu Boden.

Die Pannenserie bei Ryanair setzt sich fort: Ein Flugzeug der irischen Billigfluglinie musste am Sonntagnachmittag wegen technischer Probleme auf dem Madrider Flughafen Barajas notlanden. Die Landung sei ohne Zwischenfälle verlaufen, teilte ein Sprecher des spanischen Flughafenbetreibers Aena der amtlichen Nachrichtenagentur EFE mit.

Die Maschine war auf dem französischen Flughafen Beauvais zum Airport Teneriffa Süd gestartet. Der Pilot hatte laut Aena eine ungeplante Landung auf Barajas beantragt. Die Art der technischen Probleme war zunächst unbekannt. Nach dreistündiger Reparatur habe die Maschine den Flug Richtung Kanarische Inseln fortgesetzt.

Es war bereits der zweite Zwischenfall bei einem Ryanair-Jet in Spanien binnen 24 Stunden. Ein Flugzeug der Billiglinie, das am Samstag von Bristol in Großbritannien zur katalanischen Stadt Reus gestartet war, musste wegen eines Motorschadens eine Notlandung auf dem Flughafen El Prat von Barcelona machen.

Am vergangenen Donnerstag musste eine Ryanair-Maschine aus Weeze am Niederrhein nach schweren Turbulenzen beim Landeanflug auf dem Flughafen Palma de Mallorca notlanden. Drei Menschen wurden bei die Turbulenzen leicht verletzt.

Am 26. Juli waren drei Ryanair-Flugzeuge mit Ziel Madrid wegen eines Gewitters nach Valencia umgeleitet worden. Die Maschinen hatten dabei den Notruf Mayday abgesetzt, da die Kerosinmenge ein kritisches Minimum erreichte. Anschließend wurden Vorwürfe laut, die Fluglinie setze die Piloten unter Druck, um die Maschinen aus Kostengründen nur minimal zu betanken.

Die wiederholten Zwischenfälle bei Ryanair-Jets hat das spanische Verkehrsministerium dazu veranlasst, den EU-Verkehrskommissar Siim Kallas und die irlandische Luftfahrtbehörde IAA dazu aufzurufen, die Luftfahrtsicherheit zu verbessern. Spanien will die nationalen Kompetenzen bei der Überwachung jener Fluggesellschaften erweitern, die in dem südeuropäischen Land eine starke Präsenz haben.

Ryanair-Chef Michael O'Leary weist Vorwürfe mangelnder Sicherheit seiner Airline entschieden zurück. In einem Gespräch mit einer spanischen Zeitung bezichtigte er das spanische Verkehrsministerium, eine Hetzkampagne gegen Ryanair zu betreiben.

dpa

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