+
Ryanair droht nun mit Stellenabbau in Deutschland. 

Angekündigte Streiks

Bei weiteren Pilotenstreiks: Ryanair droht mit Stellenabbau in Deutschland und streicht 150 Flüge

Frankfurt/Berlin (dpa) - Piloten der Airline Ryanair drohten mit Streiks, nun reagiert der irische Billigflieger. Sollte es weitere Pilotenstreiks geben, möchte die Airline mit Stellenabbau reagieren. 

Update 11. September 2018, 12.43 Uhr: Der irische Billigflieger Ryanair hat mit einem Stellenabbau in Deutschland gedroht, sollte es weitere Pilotenstreiks geben. Solche Arbeitskampfmaßnahmen würden zur Streichung von Standorten und Stellen für Piloten und Flugbegleiter führen, erklärte Ryanair am Dienstag. Die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Verdi hatten am Montagabend zu einem 24-Stunden-Streik ab Mittwoch aufgerufen.

Wegen des angedrohten Streiks des Flugpersonals hat die Fluggesellschaft Ryanair für diesen Mittwoch 150 Flüge von und nach Deutschland gestrichen. Die betroffenen Kunden würden umgehend informiert und entschädigt, kündigte Ryanair-Marketingchef Kenny Jacobs am Dienstag in Frankfurt an.

Piloten drohen mit Streiks: Bereits im August erste Streikwelle bei Ryanair

Das sagte der Sprecher der Vereinigung Cockpit, Markus Wahl, der Deutschen Presse-Agentur. Mit der ebenfalls streikbereiten Gewerkschaft Verdi sei man im Austausch.

Ryanair hatte am Dienstagvormittag noch keine Flüge für den geplanten Streiktag abgesagt, sondern die Piloten aufgefordert, ihrer Arbeit nachzugehen. Der größte europäische Billigflieger hat an elf deutschen Flughäfen mehr als 40 Flugzeuge stationiert, rund ein Zehntel seiner Flotte.

VC und Verdi haben für diesen Mittwoch einen ganztägigen Streik an den deutschen Basen angekündigt. Dort sind rund 400 Piloten und 1000 Flugbegleiter beschäftigt. Unter den Piloten gibt es nach VC-Einschätzung etwa ein Drittel, das nicht direkt bei Ryanair angestellt ist und daher nicht mitstreiken kann. Für Verdi ist es der erste Streik bei Ryanair.

Das Schild steht im Main Airport Center bei einer Demonstration für eine bessere Bezahlung.

Bei der ersten Streikwelle am 10. August hatten die deutschen Piloten gemeinsam mit Kollegen aus den Niederlanden, Belgien und Schweden die Arbeit niedergelegt. Die Airline hatte in der Folge rund 400 Verbindungen abgesagt, rund ein Sechstel des für diesen Tag geplanten Europa-Programms. Betroffen waren damals rund 55.000 Passagiere.

In Deutschland fielen rund 250 Flüge aus. Rund ein Drittel der hierzulande geplanten Verbindungen konnte stattfinden, da die Maschinen und ihre Besatzungen aus dem nicht bestreikten europäischen Ausland gekommen waren. Auch die österreichische Laudamotion musste eine Reihe von Flügen absagen, da sie auf Leihmaschinen der Ryanair angewiesen ist.

In den letzten Wochen verschärfte Ryanair bereits die Handgepäck-Bestimmungen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Chaos in Österreich: Nach Lawinen warnen die Experten nun vor gefährlichen Steinschlägen 
Das Wetter sorgte in Österreich, Südtirol und Italien für Ausnahmezustände. Nach heftigen Schnee- und Regenfälle gab es Lawinen, Stromausfälle und einen Toten. Nun …
Chaos in Österreich: Nach Lawinen warnen die Experten nun vor gefährlichen Steinschlägen 
Mann knackt 3,2-Millionen-Euro-Jackpot, doch Lotto verweigert Auszahlung - wegen einer Regel
Das ist richtig bitter: Obwohl ein 71-Jähriger den Lotto-Jackpot geknackt hat, bekommt er wegen eines Gesetzes keinen Cent seines Gewinns ausgezahlt. 
Mann knackt 3,2-Millionen-Euro-Jackpot, doch Lotto verweigert Auszahlung - wegen einer Regel
Zugwaggons entgleisen in München - Verletztenzahl unklar
Unweit des Münchner Hauptbahnhofs entgleisen Waggons einer Regionalbahn. Die etwa 100 Passagiere können nicht einfach aus dem Zug aussteigen. Umgehend rücken zahlreiche …
Zugwaggons entgleisen in München - Verletztenzahl unklar
Eurojackpot am 22.11.2019: Das sind die aktuellen Gewinnzahlen
Eurojackpot am Freitag, 22.11.2019: Hier finden Sie heute die aktuellen Gewinnzahlen. 90 Millionen Euro liegen momentan im Jackpot.
Eurojackpot am 22.11.2019: Das sind die aktuellen Gewinnzahlen

Kommentare