"Rzeczpospolita": Russische Atomdrohungen sind Zeichen der Schwäche

Warschau - Die polnische Tageszeitung "Rzeczpospolita" bezeichnet am Montag Äußerungen des russischen Generalstabchefs Juri Balujewski zum Recht auf einen atomaren Erstschlag als ein Zeichen der Schwäche.

"Diese Drohungen müssen beachtet werden. Man soll aber keine Angst vor ihnen haben und sich ihnen schon gar nicht beugen. In Moskau hat nicht nur Balujewski mit Atomwaffen gedroht. Wir haben schon von den gegen europäische Städte gerichteten Raketen und vom neuen Kalten Krieg gehört. Wenn man alle paar Wochen die schwersten Drohungen von sich gibt, ist das eher ein Zeichen der Schwäche und mangelnder Argumente (...). Atomwaffen können nur einmal eingesetzt werden. Wie oft kann man mit ihrem Einsatz drohen? Je häufiger man das tut, desto weniger Wirkung hat eine solche Drohung. Bei den Verhandlungen um die US-Raketenabwehr wird es schwierig sein, einen Kompromiss mit Russland zu erreichen. Moskau will um jeden Preis, was die Äußerungen von Balujewski beweisen, die Errichtung des Schildes in Polen verhindern."

dpa

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