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Von einem Computer im Vatikan sind haufenweise illegal Filme und Serien heruntergeladen worden.

Sündige Downloads

Sado-Maso-Pornos im Vatikan heruntergeladen

München - Muss da jemand eine Beichte ablegen? Von einem Computer im Vatikan sind haufenweise illegal Serien und Filme heruntergeladen worden - darunter auch harte Sado-Maso-Pornos.

"Du sollst nicht stehlen" heißt das siebte Gebot. Doch offensichtlich nimmt es damit selbst die katholischen Kirche nicht allzu genau, denn eigentlich stiehlt auch, wer unrechtmäßig erworbene, urheberrechtsgeschützte Filme besitzt. Genau die wurden aber von einem Computer im Vatikan aus dem Internet heruntergeladen. Das berichtet torrentfreak.com, eine Webseite, die Interessierten hilft, illegale Downloads zu finden. Besonders pikant: Auf der Beuteliste der Piraten im Talar stehen auch einige harte Pornos aus dem Sado-Maso-Bereich.

Die Betreiber von torrentfreak.com waren neugierig, ob es unter den Internet-Piraten auch Bewohner des Vatikan gibt - und sie wurden fündig. Das Interesse eines Users aus dem Sitz der katholischen Kirche (erkennbar an der IP-Adresse, mit der sich jeder Computer eindeutig identifizieren lässt) galt vor allem amerikanischen TV-Serien - aber auch Pornos, speziell solchen aus dem Sado-Maso-Bereich. Die Schmuddelfilme tragen eindeutige Titel wie "Sklavin-Züchtigung im dunklen Hobbykeller" und "Russische Sklaven".  

In einer aktuellen Umfrage gab einer von fünf Kirchenmännern zu, in den vergangenen sechs Monaten bewusst eine Pornoseite im Internet besucht zu haben, berichtet die Huffington Post. 16 Prozent der befragten Geistlichen hatten eine Antwort auf diese Frage verweigert.

Wer genau die sündigen Downloads vom Vatikan getätigt hat, lässt sich freilich nicht sagen. Neben den Priestern und Kardinälen haben etwa auch Mitglieder der Schweizer Garde einen Online-Zugang. Und natürlich der Papst selbst...

Klosterbrüder als Internet-Piraten

Ins Rollen gekommen war die unheilige Geschichte durch den Inhaber eines DVD-Verleihs aus Irland, zu dessen Stammkunden auch ein filmbegeisterter Priester gehört. Der Geistliche hatte ihm im Januar erzählt, er hätte sich abends zuvor mit seinen Klosterbrüdern das Historiendrama "Lincoln" angesehen. Der Haken: Zu diesem Zeitpunkt war der oscarprämierte Spielberg-Streifen noch gar nicht auf DVD erhältlich. Der Mann Gottes hatte eine illegal verbreitete Kopie des Werkes aus dem Internet heruntergeladen.

Auch den alttestamentarisch-brutalen Rache-Western "Django Unchained" von Kult-Regisseur Quentin Tarantino sowie den Kriegsfilm "Zero Dark Thirty" hatten die kuttentragenden Cineasten sich auf diese Weise zu Gemüte geführt. Ein schlechtes Gewissen hatten die frommen Kinoliebhaber dabei nicht: Ihnen war offensichtlich gar nicht klar, dass sie etwas Verbotenes taten.

hn

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