Salafisten: Polizei will mehr Unterstützung

Augsburg - Im Kampf gegen gewalttätige Angriffe radikal-islamischer Salafisten fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) mehr Unterstützung von der Politik.

“In immer kürzeren Abständen, zuletzt am vergangenen Wochenende in Berlin, erleben wir in Deutschland eine neue Art der religiös motivierten Gewalt, die auf die Straße getragen wird“, sagte der DPolG-Landesvorsitzende Hermann Benker am Montag. Diese Angriffe müssten mit allen Mitteln abgewehrt werden: “Dazu gehören die Prüfung von Vereins- und Versammlungsverboten und als letztes Mittel auch Abschiebungen.“

Als wichtigstes Instrument, um Tätern das Handwerk zu legen, nannte Benker die Vorratsdatenspeicherung. “Ohne dieses Mittel wird den Sicherheitsbehörden die Arbeit weiterhin unnötig erschwert und vor allem Hintermänner und kriminelle Netzwerke werden kaum oder nicht erkannt“, sagte er bei einer Tagung des bayerischen Landesverbandes in Augsburg. Um die Speicherung der Daten von Telefon- und Internetverbindungen zur Kriminalitätsbekämpfung wird seit Jahren gestritten.

lafisten verletzen Polizisten mit Steinen

Salafisten verletzen Polizisten mit Steinen

Am Wochenende waren erneut Polizisten bei einer Salafisten-Aktion in Berlin verletzt worden. Rund 50 Anhänger der radikal-islamischen Gruppierung hatten sich laut Polizei am Potsdamer Platz in Berlin getroffen, um Koran-Exemplare zu verteilen. Unter den rund 20 Gegendemonstranten waren auch Anhänger der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro Deutschland. Einen Übergriff der Salafisten auf ihre Gegner konnte die Polizei nach eigenen Angaben nur mit Pfefferspray und körperlicher Gewalt verhindern. Dabei wurden drei Beamte leicht verletzt.

Wer die Salafisten eigentlich sind und was sie wollen, erfahren Sie hier.

dpa

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