Sarkawi bekennt sich zu Anschlag gegen Allawi-Partei

- Bagdad - Eine Autobombe hat am Montagmorgen in der Nähe des Sitzes der Partei des irakischen Übergangsministerpräsidenten Ijad Allawi in Bagdad mindestens zehn Menschen verletzt.

Dies bestätigte das Gesundheitsministerium. Nach dem Anschlag tauchte anschließend direkt ein Bekennerschreiben der Terrorgruppe des Jordaniers Abu Mussab al-Sarkawi auf einer Islamisten-Internetseite auf.

Darin hieß es, ein Selbstmordattentäter habe die «Partei der Heuchelei» erfolgreich angegriffen. Laut Augenzeugen explodierte die Bombe an einem Kontrollpunkt am Ende der Straße, die zum Hauptquartier der Partei Irakischer Nationaler Konsens (INA) führt. Parteimitglieder wurden nach INA-Angaben nicht verletzt.

Am kommenden Sonntag sind im Irak erstmals freie Wahlen geplant. Extremisten hatten angekündigt, alles zu unternehmen, um den Urnengang zu verhindern. Aufständische verübten in der Nacht zum Montag Anschläge auf mindestens drei Wahllokale in der nördlichen Provinz Salaheddin. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden.

Unterdessen quittierten in Bedschi 25 Polizisten den Dienst, als ihnen mitgeteilt wurde, dass sie bei Wahllokale bewachen sollen. Am Sonntag hatten Aufständische bereits einen Sprengsatz vor einem Wahllokal in Hilla, 100 Kilometer südlich von Bagdad, gezündet und dabei nach Polizeiangaben einen Wächter getötet.

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