Ausweichmanöver im All

Satellitentrümmer gefährden Raumstation

Moskau - Ausweichmanöver im All: Wegen heranrasenden Weltraumschrotts hat die Internationale Raumstation ISS ihre Flughöhe ungeplant verändern müssen.

Die Crew habe in der Nacht den Düsenantrieb eines russischen Frachters aktiviert, der am Vortag am Außenposten der Menschheit festgemacht hatte, und sich in eine andere Umlaufbahn begeben, teilte das Kontrollzentrum bei Moskau am Donnerstag mit. Damit dürften die umherrasenden Trümmer des US-Satelliten Iridium-33 keine Gefahr mehr sein, sagte ein Sprecher der Agentur Interfax zufolge. Die ISS bewegt sich derzeit in 405 bis 429 Kilometer Höhe um die Erde.

Die Raumstation muss immer wieder Trümmern aufgegebener Satelliten ausweichen - auch in diesem Jahr gab es bereits mehrere Manöver. Tausende Splitter mit einem Durchmesser von wenigen Zentimetern rasen mit Geschwindigkeiten von bis zu 28 000 Kilometern pro Stunde durch den Weltraum. Auf der ISS arbeiten derzeit drei russische Kosmonauten, zwei US-Astronauten und ein japanischer Raumfahrer.

Am (heutigen) Donnerstag steigen die US-Astronautin Sunita Williams und ihr japanischer Kollege Akihiko Hoshide zu einem gut sechsstündigen Außeneinsatz aus. Die Raumfahrer sollen ab 13.15 Uhr MEZ ein Leck im Ammoniak-Kühlsystem abdichten.

# dpa-Notizblock

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Behindern von Einsatzwagen könnte stärker geahndet werden
Berlin (dpa) - Das Behindern von Rettungskräften und Polizeiwagen könnte für Autofahrer noch umfassender geahndet werden als bisher vorgesehen. Der Bundesrat stimmt am …
Behindern von Einsatzwagen könnte stärker geahndet werden
62-Jähriger trinkt auf Weingut aus Weinflasche - und stirbt
Ein schreckliches Unglück schockiert die Bewohner in Eichstetten (Baden-Württemberg).
62-Jähriger trinkt auf Weingut aus Weinflasche - und stirbt
Hurrikan "Maria" trifft Dominica schwer
Nach Hurrikan "Irma" wütet nun "Maria" in der Karibik. Auf der Insel Dominica trifft der Sturm auf Land. Sein nordwestlicher Kurs könnte das US-Außengebiet Puerto Rico …
Hurrikan "Maria" trifft Dominica schwer
17-Jährige geht feiern, lässt ihr Baby eine Woche lang allein - es verhungert
Jetzt muss sie ins Gefängnis: Eine 17-jährige Mutter hat ihr Baby eine Woche lang allein gelassen - es starb. Ihre Begründung für die grausame Tat ist kaum zu glauben.
17-Jährige geht feiern, lässt ihr Baby eine Woche lang allein - es verhungert

Kommentare