Mit Kamera gefilmt

Ehefrau überführt Sex-Strolch - jetzt droht ihr Haft

Riad - Eine Araberin wollte ihren Mann bloßstellen, weil er sie betrogen und eine andere Frau bedrängt hatte. Stattdessen droht der Frau nun selbst eine Haftstrafe.

Als die Frau aus Saudi-Arabien die Szenerie sah, traute sie ihren Augen kaum: Von einem anderen Zimmer ihres Hauses aus beobachtete sie ihren Ehemann dabei, wie er versuchte, ein Hausmädchen zu küssen - ganz offensichtlich gegen den Willen der Angestellten. 

Doch anstatt den untreuen und übergriffigen Mann sofort zur Rede zu stellen, zückte die Gehörnte ihr Handy und filmte das Geschehen - und dieses Video lud sie bei YouTube hoch. "Die Mindeststrafe für diesen Ehemann ist, ihn bloßzustellen", schrieb die Ehefrau dazu. 

Innerhalb kürzester Zeit ging das Video in Saudi-Arabien viral, unter dem Hashtag "#SaudiWomanCatchesHusbandCheating" (zu Deutsch: "Saudi-Frau erwischt Ehemann beim Betrügen") gaben Tausende User ihren Senf dazu, die meisten forderten Gerechtigkeit für die bedrängte Haushälterin und die Betrogene. 

Nun allerdings steht der Ehefrau selbst Ärger ins Haus - eventuell muss sie sogar ins Gefängnis. "Ihr droht wegen übler Nachrede ein Jahr Haft oder eine Geldstrafe von 500.000 Saudi Riyal (zirka 118.000 Euro, Anm. d. Red.), im Einklang mit dem Gesetz zu Straftaten mit Informationstechnologie", zitiert eine lokale Tageszeitung einen Anwalt. Dieses Gesetz sehe harte Strafen für Missetäter vor, die Smartphones mit Kamera oder ähnliche Geräte dazu benutzen, um andere Menschen zu filmen und bloßzustellen.

Saudi-Arabien gilt als höchst konservativ. Erst seit kurzem dürfen Frauen wählen, Autofahren ist ihnen nach wie vor verboten.

mes

Rubriklistenbild: © Screenshot/YouTube

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