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Hacker nutzen derzeit die Japan-Katastrophe für ihre Betrügereien aus.

Schäbig: Hacker nutzen Japan-Katastrophe aus

Bethesda - Nach dem Erdbeben und Tsunami in Japan warnen Experten vor E-Mails, Webseiten und Schadsoftware, mit denen Betrüger das Leid der Opfer ausnutzen wollen.

Bei aller Hilfsbereitschaft sollten Nutzer den Spendenaufrufen in ihrem Postfach oder im Netz besser kritisch begegnen. Das rät das Internet Storm Center (ISC), ein US-Projekt, das bösartige Netzaktivitäten überwacht. Gelder sollten grundsätzlich nur an altbekannte und vertrauenswürdige Einrichtungen überwiesen werden - und nicht an neue Organisationen, die angeblich für diesen Zweck erst geschaffen worden sind.

Bei Versuchen, Rechner mit schädlicher Software (Malware) zu infizieren oder sensible Daten zu erschleichen (Phishing), greifen Täter oft sofort die aktuelle Nachrichtenlage auf: In E-Mails oder auf Webseiten werden derzeit Links zu Erdbeben- oder Tsunami-Videos angepriesen, die aber tatsächlich zum Download von Malware führten, warnt das ISC. Längst seien Seiten mit Japan-Bezug entdeckt worden, die Schadsoftware auf Rechner schleusen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Scareware. Das sind Programme, die sich mit dem Design renommierter Antiviren-Software tarnen, Virenfunde vortäuschen und den Nutzer zum “Kauf“ einer völlig nutzlosen “Vollversion“ nötigen.

Japan nach der Katastrophe

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Diese Scareware wird auch als “Fake-AV“ oder “Rogue-AV“ bezeichnet. Die von Nutzern angegebenen Kreditkartennummern werden oft dann noch weiterverkauft. Ihre vorbereiteten Seiten bringen die Kriminellen durch eine regelwidrige Optimierung von Suchmaschinen (Black Hat SEO) schnell ganz nach oben in die Trefferlisten. “Obwohl Google sie normalerweise schnell entfernt, finden sich dort noch Hunderttausende solcher Seiten“, hat das ISC ermittelt.

dpa

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