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Eine Kerze und eine Engelsfigur stehen vor dem Haus in Viersen, wo ein fünfjähriger Junge getötet worden sein soll.

Prozess beginnt

Schädel-Hirn-Trauma und Milzriss: Wie kam Luca (5) zu Tode?

Mönchengladbach - Der Kindergarten war sensibilisiert, das Jugendamt handelte, das Gericht war eingeschaltet. Und trotzdem starb der kleine Luca durch rohe Gewalt. Am Dienstag beginnt der Prozess gegen die Mutter und ihren Freund.

Ein Mann, der den kleinen Sohn seiner Freundin zu Tode misshandelt haben soll, steht von Dienstag an (18.4.) in Mönchengladbach vor Gericht. Der 27-Jährige soll das fünfjährige Kind im Oktober 2016 gewürgt und geschlagen haben.

Der kleine Luca erlitt laut Anklage ein Schädel-Hirn-Trauma und einen Milzriss, wie das Landgericht Mönchengladbach mitteilte. Der 24-jährigen Mutter, die ebenfalls vor Gericht steht, wirft die Anklage Misshandlung durch Unterlassen vor. Sie hatte nach einer gerichtlichen Auflage dafür sorgen müssen, dass der Mann keinen Kontakt zu ihrem Jungen bekommt.

Laut Anklage hatte der 27-Jährige den Jungen schon im Januar geschlagen und ihm im April mit einem Feuerzeug am Rücken verbrannt. Obwohl das Kind der Mutter gesagt haben soll, dass das ihr Freund gemacht habe, hat die Frau laut Anklage den Kontakt weiter zugelassen. Der Kindergarten des Jungen hatte das Jugendamt schon im Januar eingeschaltet. Nachdem das Jugendamt den Jungen vorübergehend in Obhut nahm, durfte die Mutter das Kind unter Auflagen wieder nach Hause holen: Sie musste dafür sorgen, dass ihr Freund keinen Kontakt zu dem Kind hatte.

Als im Kindergarten im April die Verbrennungen am Rücken auffielen, ließ das Amtsgericht die Erziehungsfähigkeit der Mutter prüfen. Der Sachverständige kam zu dem Schluss, dass das Kindeswohl des kleinen Jungen nicht gefährdet sei und vom Freund der Mutter keine Gefahr ausgehe.

dpa

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