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Mit der Schaltsekunde wird kompensiert, dass die Erde für eine Umdrehung ein ganz kleines bisschen länger braucht als 24 Stunden. Foto: Julian Stratenschulte

Keine Probleme mit Schaltsekunde

Sie dauert nur einen Wimpernschlag, aber kann Software durcheinanderbringen: die Schaltsekunde. Dieses Mal scheint die Zeit-Korrektur aber keine größeren Probleme verursacht zu haben.

Braunschweig (dpa) - Das Einschieben der Schaltsekunde in der Nacht zum Mittwoch hat in Deutschland keine technischen Schwierigkeiten bereitet.

"Uns ist nichts davon bekanntgeworden, dass es irgendwo Probleme gab", sagte Dirk Piester aus dem Zeitlabor der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Die PTB ist für die Zeitsteuerung in Deutschland zuständig.

Die zusätzliche Sekunde wurde am frühen Mittwochmorgen um kurz vor 2 Uhr eingeschoben. Damit wurde kompensiert, dass die Erde für eine Umdrehung ein ganz kleines bisschen länger braucht als 24 Stunden.

Schaltsekunden gibt es in unregelmäßigen Abständen alle paar Jahre. "In der letzten Zeit war das etwa alle drei bis dreieinhalb Jahre", sagte Piester. Wann es das nächste Mal soweit ist, steht aber noch nicht fest. Die Schaltsekunde diesmal war die 26. seit 1972.

Während die meisten Uhren einen solchen Sprung bewältigen, kommt manche Software mit einer zweiten 60. Sekunde nicht gut klar. Bei der Schaltsekunde 2012 wurden mehrere Websites lahmgelegt, das Buchungssystem der australischen Fluggesellschaft Qantas fiel aus.

Für Privatfirmen sind die Schaltsekunden vor allem mit Mehrkosten für die Umstellung von Hand verbunden. Daher gibt es auch Widerstand: Bereits 2001 wurde von den USA die Abschaffung der Schaltsekunden als Arbeitsthema vorgeschlagen. Bei der diesjährigen Weltfunkkonferenz der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) im November in Genf werden die Kritiker erneut einen Versuch starten.

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