Scharon kündigt Zugeständnisse an

- Tel Aviv - Der israelische Regierungschef Ariel Scharon hat Zugeständnisse an den neuen Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas angekündigt.

«Ich bin sehr zufrieden darüber, was auf der palästinensischen Seite geschieht und sehr interessiert daran, mit ihm (Abbas) Fortschritte zu erzielen», sagte Scharon der israelischen Zeitung «Jediot Achronot» vom Donnerstag. Genauere Einzelheiten nannte er allerdings nicht.

Innerhalb der kommenden zwei Wochen sei ein Treffen zwischen Scharon und Abbas geplant, schrieb das Blatt. Repräsentanten beider Seiten hatten sich am Mittwoch getroffen, um das Gespräch vorzubereiten.

Scharon lobte in dem Interview das Vorgehen von Abbas gegen Angriffe palästinensischer Extremisten. «Es besteht kein Zweifel, dass Abu Masen (Abbas) angefangen hat zu arbeiten», sagte der Ministerpräsident. Er betonte gleichzeitig, Israel habe «keinerlei Absichten, den Kampf gegen palästinensische Extremisten zu stoppen». Man werde weiterhin gegen potenzielle Attentäter, so genannte tickende Bomben, vorgehen.

Mitte kommender Woche wollen nach israelischen Medienberichten auch der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas und der einflussreiche ehemalige palästinensische Sicherheitschef Mohammed Dachlan zusammentreffen, der als starker Mann im Gazastreifen gilt. Dabei sollen unter anderem die schrittweise Übergabe der Sicherheitskontrolle in fünf Städten im Westjordanland an die Palästinenser sowie die Freilassung palästinensischer Häftlinge besprochen werden.

Der amerikanische Nahostgesandte William Burns hat sich am Donnerstag optimistisch über die jüngsten Bemühungen um eine Eindämmung der Gewalt in der Region geäußert. «Für Fortschritte zwischen Palästinensern und Israelis ist dieser Moment vielversprechender als alles, was wir in den vergangenen Jahren gesehen haben», sagte Burns nach einem Treffen mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Kureia in Ramallah. Anschließend wollte Burns mit Präsident Mahmud Abbas zusammentreffen.

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