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Bekannter Putin-Freund in Ukraine - Donezk-Anführer erklärt Doku-Plan mit Hollywood-Star

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Von: Patrick Freiwah

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Wladimir Putin und Russlands Sonderbotschafter für russisch-amerikanische Beziehungen: Ex-Hollywoodstar Steven Seagal
Wladimir Putin und Russlands Sonderbotschafter für russisch-amerikanische Beziehungen: Ex-Hollywoodstar Steven Seagal. © ITAR-TASS/Imago

Hollywood-Star Steven Seagal ist Sonderbeauftragter - und befindet sich im Donbass in der Ukraine. Russland erklärt, was der gebürtige US-Amerikaner in der Kriegsregion vorhat.

Donezk - Steven Seagal ist Millionen von Filmfans aus Actionstreifen der 90er-Jahre bekannt. Jedoch ist der gebürtige US-Amerikaner (Staat Michigan) nicht nur auf der Leinwand ein umtriebiger Star - auch das echte Leben des altgedienten Darstellers ist filmreif: Der 70-Jährige ist Kampfkunstexperte, setzt sich für Umweltschutz ein, war mehrmals verheiratet und zudem längere Zeit als Musiker aktiv. Mittlerweile gilt das Hauptaugenmerk der Schauspiel-Ikone zudem der Politik.

Steven Seagal: US-Schauspieler untersucht Donbass-Drama - Für Putin und Russland

Seagal gilt als enger Vertrauter von Wladimir Putin, ist seit 2016 in Russland eingebürgert und auch in der Politik des größten Landes der Erde engagiert: Mittlerweile ist der polarisierende Künstler der Partei „Gerechtes Russland“ beigetreten - eine Vereinigung, die als Kreml-treu gilt und an Sitzungen der Staatsduma teilnimmt. Dennoch bleibt der frühere Hollywood-Star dem Filmgeschäft treu - und verbindet diese Leidenschaft nun mit dem Ukraine-Konflikt.

Putins Sonderbeauftragter für russisch-amerikanische Beziehungen weilt derzeit offenbar im Donbass. Aufnahmen in Social-Media-Posts verdeutlichen, dass sich Steven Seagal in der Kriegsregion befindet, um die sich Russland mit der Ukraine streitet.

Was will der Globetrotter, der neben amerikanischer und russischer auch die serbische Staatsbürgerschaft besitzt, in dem umkämpften Donbass-Gebiet?

Ukraine: Hollywood-Star Seagal dreht Doku im Donbass - „Wissen nicht, was wirklich los ist“

Aufschluss darüber gibt Denis Puschilin, Anführer der Volksrepublik Donezk (DNR): Ihm zufolge drehe Steven Seagal einen Dokumentarfilm über die Ereignisse in der Ostukraine, wie die russische Nachrichtenagentur TASS schildert. Dabei handele es sich speziell um den Tod zahlreicher ukrainischer Kriegsgefangener im Gefängnis Oleniwka. Steven Seagal unterhalte sich angeblich mit Gefängnisinsassen und weiteren Überlebenden, um die tragischen Umstände, die bis jetzt ungeklärt sind, aufzuarbeiten. Die Kriegsparteien machen sich bislang gegenseitig für das Umkommen der Häftlinge im Donbass verantwortlich.

Seagal unterstützt den russischen Einmarsch in die Ukraine - und wirft Präsident Wolodymyr Selenskyj Verbrechen gegen die Menschheit vor, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ausführt. "Steven sagt, dass 98 Prozent derjenigen, die über den Krieg reden, noch nie hier waren. Sie wissen nicht, was wirklich los ist", wird Puschilin zitiert. Seagal wolle mit seiner Dokumentation die Einstellung der Menschen zu diesem Krieg ändern, der teilweise an Zeiten des Kalten Krieges erinnert.

Ukraine-Konflikt: Pink-Floyd-Star kritisiert USA und Präsident Biden

Dabei ist Steven Seagal längst nicht der einzige westliche Prominente, der im Ukraine-Konflikt die russische Seite im Recht sieht: Pink-Floyd-Star Roger Waters erklärte in einem CNN-Interview, dass Joe Biden in der Ukraine „das Feuer schürt“ und die USA die Dauer des Krieges verlängern würden. Empörte Reaktionen waren die Folge.

Derweil nimmt Innenministerin Nancy Faeser Stellung zu polarisierenden Bildern, welche sie mit weiterer Prominenz Sekt schlürfend in der Hauptstadt Kiew zeigen. (PF)

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