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Julia Merfeld wollte ihren Mann umbringen lassen, doch ihr Plan flog auf.

Video: Mordplan fliegt auf

"Scheidung zu kompliziert": Frau heuert Killer an

Muskegon - Unfassbar: Weil es ihr ein Mord einfacher erschien als eine Scheidung, heuerte eine US-Amerikanerin einen Profikiller an. Dummerweise wandte sie sich dabei aber an den Falschen.

Eigentlich lief ihre Ehe gar nicht so schlecht, dennoch war Julia Merfeld, eine 21-jährige Frau aus dem US-Bundesstaat Michigan, mit der Gesamtsituation unzufrieden. Eine Scheidung kam für sie nicht infrage: Was würde ihre konservative Familie denken? Außerdem hätte sie dann nichts von den 400.000 Dollar aus der Lebensversicherung ihres Mannes. Die für sie logische und sauberste Lösung: Ihr Mann muss sterben.

Selbst wollte sich die junge Mutter natürlich nicht die Hände schmutzig machen, also heuerte sie laut einem Bericht des US-Nachrichtenkanals CBS kurzerhand einen Profikiller an. Blöd nur: Der Mann war in Wirklichkeit ein verdeckter Ermittler, der die "Gesprächsverhandlung" mit seiner vermeintlichen Auftraggeberin heimlich filmte und Merfeld damit einen Strich durch die tödliche Rechnung machte.

Das Video, das jetzt auch auf Youtube aufgetaucht ist, verschlägt einem die Sprache: Da sitzt eine sympathisch wirkende junge Frau und erklärt lächelnd, wie sie sich den Mord vorstellt: "Am besten, Sie lassen es aussehen, als hätte er einen Räuber auf frischer Tat erwischt, und der hätte ihn dann erschossen." Andererseits hinterlässt so eine Schießerei hässliche Flecken an den Wänden und auf dem Teppich. "Am liebsten wäre es mir, wenn Sie ihn außerhalb des Hauses erwischen, drinnen gibt es sonst so eine Sauerei", überlegt sie laut. Außerdem plane sie, dass eine Freundin zu ihr zieht, damit sie selber als frisch gebackene Witwe in dem Mordhaus nicht gar so alleine ist - und diese Freundin soll keine Angst vor weiteren Raubüberfällen haben. Was man alles bedenken muss, wenn man einen Menschen umbringen lassen will!

Doch Merfeld ist kein Unmensch. Eigentlich will sie ihrem Mann mit dem Mord ja nur den Schmerz ersparen, wenn sie ihm sagt, dass sie sich scheiden lassen will, behauptet sie kaltschnäuzig. Und wenn der Mord bitteschön möglichst ohne große Qualen für das Opfer vonstatten gehen könnte? Am Schluss des Gesprächs überlässt sie dem Profi das Wie und Wo, der hat schließlich die meiste Erfahrung mit so etwas: "Überraschen Sie mich einfach. Je schockierter ich der Polizei gegenüber reagiere, desto unverdächtiger bin ich." Über die Bezahlung wird man sich schnell einig: 50.000 Dollar ist Merfeld der Mord wert, da lässt sie sich nicht lumpen, zumal sie ja dank der Lebensversicherung ihres Mannes eine reiche Witwe sein wird.

Als sie aus dem Auto aussteigt, ist der schöne Traum ausgeträumt. Die Handschellen klicken, herausreden kann sich die kaltblütig-unbedarfte 21-Jährige nicht, ihr Geständnis ist auf Film. Ans Licht kam die Sache übrigens durch einen Arbeitskollegen, den Merfeld ursprünglich gefragt hatte, ob er nicht ihren Mann umbringen wolle. Der Mann hatte dankend abgelehnt und war zur Polizei gegangen.

hn

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