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Schiavo-Eltern scheitern vor Oberstem Gericht

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- Washington - Die Eltern der amerikanischen Koma-Patientin Terri Schiavo haben den juristischen Kampf um das Leben ihrer Tochter in letzter Instanz verloren. Der oberste US-Gerichtshof weigerte sich am Donnerstag, die Nahrungsmittelversorgung der Koma-Patientin Terri Schiavo wieder anzuordnen.

Ein Gericht in Florida wollte allerdings noch am Donnerstag entscheiden, ob Schiavo in staatliche Obhut genommen werden kann. Die Behörden wollen die 41-Jährige dann unverzüglich wieder ernähren.

Der Gouverneur von Florida, Präsidentenbruder Jeb Bush, hatte am Mittwoch überraschend neue medizinische Erkenntnisse angeführt. Ein Neurologe schließe nicht aus, dass Schiavo mehr Bewusstsein habe als alle Gutachter bislang festgestellt hatten. Bush argumentiert, die Patientin müsse neu untersucht werden.

Terri Schiavo, die nach einer Herzattacke seit 15 Jahren in einem Wachkoma liegt, wird auf Antrag ihres Ehemanns seit dem 18. März nicht mehr künstlich ernährt. Er will seine Frau sterben lassen. Terri Schiavo habe früher klar gemacht, dass sie in einem solchen Zustand nicht weiter leben wolle. Die Eltern bestreiten dies.

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