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Eine wilde Schießerei hat es in Athen gegeben. Dabei wurde ein gefährlicher Terrorist geschnappt.

Deutscher Tourist verletzt

Schießerei: Gefährlicher Terrorist geschnappt

Athen - Kommissar Zufall half den Ermittlern in Athen: Einer der gefährlichsten Terroristen Griechenlands ging ihnen ins Netz. Es gab eine wilde Schießerei - zum Glück starb dabei niemand.

Die griechische Polizei hat einen der gefährlichsten Terroristen des Landes festgenommen. Nikos Maziotis, der als einer der Anführer der Terrororganisation Revolutionärer Kampf gilt, wurde am Mittwoch gefasst, wie ein Polizei-Offizier mitteilte. Bei der Festnahme in einer zentralen Einkaufsstraße Athens kam es laut Medienberichten zu einer Schießerei, wobei zwei Passanten und ein Polizist leicht verletzt wurden. Auch Maziotis erlitt Verletzungen, die Ärzten zufolge ernst, aber nicht lebensbedrohlich sind.

Terrorist in Athen festgenommen - Bilder

Terrorist in Athen festgenommen - Bilder

Einer der Verletzten soll ein Tourist aus Deutschland sein, der andere aus Australien stammen, hieß es in griechischen Medien. Der Deutsche erlitt demnach Schürfwunden, er musste nach Angaben des Notarztdienstes nicht ins Krankenhaus. Bei keinem Verletzten bestehe Lebensgefahr, sagte ein Arzt des Erythros Stavros Krankenhauses der Nachrichtenagentur dpa.

Terrorist soll an Angriff auf Residenz des deutschen Botschafters beteiligt gewesen sein

Augenzeugen sagten der dpa, während der Festnahme es sei zu „einem Kugelhagel“ gekommen. Ein Polizist fügte hinzu, die Sicherheitsleute seien dem Terroristen zufällig auf die Spur gekommen. Im Zentrum Athens gab es demnach umfangreiche Kontrollen gegen Kleinkriminalität. Ein Polizist erkannte dabei Maziotis und schlug Alarm.

Maziotis soll am Angriff auf die Residenz des deutschen Botschafters in Athen am 30. Dezember 2013 beteiligt gewesen sein. Bei der Attacke mit zwei Kalaschnikow-Sturmgewehren im Vorort Chalandri war niemand verletzt worden. Die Gruppe Revolutionärer Kampf hat zudem mehrere Bombenanschläge in Griechenland verübt. Maziotis war deshalb in Abwesenheit zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

dpa

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