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Schüsse am Flughafen Frankfurt - zwei US-Soldaten tot

Frankfurt - Bei einer Schießerei in einem amerikanischen Militärbus sind am Frankfurter Flughafen zwei Menschen getötet und zwei weitere schwer verletzt worden. Die Hintergründe der Bluttat sind unklar.

Blutbad mit Toten am Frankfurter Flughafen: Ein Mann aus dem Kosovo hat am Mittwoch einen Bus mit US-Soldaten der Luftwaffe angegriffen und zwei Männer erschossen. Zwei andere Soldaten wurden in dem US-Militärbus schwer verletzt, einer von ihnen lebensgefährlich, wie die Polizei berichtete. Der mutmaßliche Täter ergriff nach dem blutigen Anschlag zunächst die Flucht, er konnte aber im Flughafengebäude von Bundespolizisten überwältigt werden.

Bilder vom Tatort am Frankfurter Flughafen

Tödliche Schießerei am Frankfurter Flughafen

Ob es sich bei den neun Schüssen um einen gezielten Terroranschlag auf Amerikaner handelt, war am Abend noch immer unklar. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte: “Wir kennen die Details bisher nicht.“ US-Präsident Barack Obama reagierte tief betroffen auf den blutigen Anschlag. Seine Regierung werde keine Mühen scheuen, um herauszufinden, wie und warum sich der Anschlag ereignet habe. Dieser sei eine “deutliche Erinnerung an die Opfer, die unsere Männer und Frauen in Uniform erbringen“, sagte Obama im Weißen Haus in Washington.

Auch Merkel zeigte sich bestürzt. Die Bundesregierung werde alles tun, um schnell Klarheit zu schaffen. Obama wie die Kanzlerin sprachen den Soldaten, ihren Familien und Angehörigen ihr Beileid aus. “Das ist ein furchtbares Ereignis.“

Die Regierung des Kosovo verurteilte das Blutbad. Sie verurteilte “diese mörderische Tat eines Kosovaren“, hieß es in einer Stellungnahme. Die Attacke sei eine “grauenhafte Einzeltat“.

“Ich spreche bewusst nicht von einem Anschlag, sondern von einem Tötungsdelikt“, sagte der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) am Tatort. “Es ist aber im Moment nichts auszuschließen.“ Der Todesschütze, ein 21 Jahre alter Mann aus dem Kosovo, wohne in Frankfurt. Die rund 10 bis 15 US-Soldaten sollten mit dem Bus zum US-Luftwaffenstützpunkt nach Ramstein gebracht werden. Sie waren mit einer Maschine aus London in Frankfurt gelandet.

Der genaue Hergang der Tat war am Abend unklar. Der Täter soll nach Darstellung von Rhein einen Soldaten vor dem Bus angesprochen und dann das Feuer eröffnet haben. Anschließend habe er den Fahrer im Bus erschossen, sagte Rhein im Hessischen Rundfunk hr. Die beiden anderen Männer wurden ebenfalls im Bus mit Schüssen in den Kopf und in die Brust schwer verletzt, anschließend flüchtete der Todesschütze. Ob der getötete Busfahrer auch ein Soldat oder ein ziviler Angestellter der US-Armee war, war zunächst unklar.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zeigte sich “schockiert und erschüttert“. Der rheinland-pfälzische Regierungschef Kurt Beck (SPD) sagte: “Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um die in Rheinland-Pfalz lebenden amerikanischen Staatsbürger zu schützen.“

Der Täter wurde nach dem Blutbad mehrere Stunden lang verhört. Die Tatwaffe, eine Pistole, hatte er bei der Festnahme noch bei sich. Der 21-Jährige hatte sie kurz nach 15.00 Uhr gezogen, der Tatort liegt auf einer Busspur im öffentlichen Bereich des Flughafen-Terminals 2. Mit den amerikanischen Militärbussen am Flughafen werden üblicherweise aus den USA zurückkehrende Soldaten wieder an ihre Militärstandorte oder von dort zum Flughafen gebracht.

Täglich landen und starten am Frankfurter Flughafen rund 150 000 Passagiere. Den größten deutschen Flughafen nutzen 119 Airlines, die 300 Ziele in 110 Ländern direkt anfliegen. Die Bluttat hatte zunächst keine Auswirkungen auf den Flugverkehr, der Tatort wurde aber von der Polizei abgeriegelt.

dpa

Rubriklistenbild: © ap

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