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Eine Bank ist in Bielefeld überfallen worden. Es fielen Schüsse.

Vier Verletzte

Schießerei nach Banküberfall in Bielefeld

Bielefeld - Maskiert und bewaffnet stürmen zwei Männer in eine Bankfiliale und rauben sie aus. Als sie flüchten wollen, ist die Polizei schon vor Ort. Dann fallen Schüsse.

Nach einem brutalen Banküberfall in Bielefeld hat die Polizei einen der Täter mit einem Schuss ins Bein gestoppt. Der Mann habe den Beamten zuvor mit einer Schusswaffe bedroht, sagte ein Polizeisprecher. Ein zweiter Täter konnte zunächst zu Fuß entkommen, wurde aber wenig später gefasst.

Die beiden Täter seien in der Bank äußerst brutal vorgegangen, teilte die Polizei mit. Drei Bankangestellte wurden verletzt und kamen ins Krankenhaus. „Sie sind körperlich angegangen worden“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa. Ob auch in der Bank Schüsse gefallen sind, war zunächst offen.

Die beiden maskierten und mit Pistolen bewaffneten Männer waren in eine Sparkassenfiliale im Bielefelder Stadtteil Senne eingedrungen. Als sie die Filiale wenige Minuten später wieder verlassen wollten, waren die ersten Polizeibeamten bereits vor Ort.

Nach bisherigen Erkenntnissen seien von einem Polizisten zwei Schüsse abgegeben worden, nicht aber von dem Bankräuber, teilten die Ermittler mit. Zunächst hatten die Beamten von einer Schießerei gesprochen.

Zur Höhe der Beute konnten die Ermittler noch keine Angaben machen. Auch blieb offen, warum zuerst einer der beiden Männer flüchten konnte. Auch zum Alter der Täter sagte die Polizei noch nichts und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Banküberfall: Vier Verletzte nach Schießerei - Bilder

Banküberfall: Vier Verletzte nach Schießerei - Bilder

Über die sozialen Netzwerke verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer: Banküberfall im Bielefelder Süden. Im Stadtteil Senne seien Schüsse gefallen, hieß es bei Twitter. Innerhalb von zehn Minuten drangen zwei Männer in die Filiale der Sparkasse ein, verletzten drei Mitarbeiter, machten Beute und ergriffen die Flucht. Vor dem Ausgang aber stand bereits die Polizei. Einem der Männer gelang zunächst die Flucht, der andere bedrohte die Beamten mit einer Pistole. Ein Polizist stoppte ihn, indem er zwei Schüsse abgab. Eine Kugel traf den Mann ins Bein.

Gegen 12.10 Uhr war der Spuk vorbei, so die Angaben der Polizei. Bis zum Abend blieben aber noch viele Fragen offen. Fest stand: Insgesamt vier Menschen wurden bei dem Überfall verletzt. Darunter drei Bankangestellte. Was genau in der Bank passierte, ob auch dort Schüsse fielen, wollte die Polizei noch nicht mitteilen. Auch was genau vor der Bank passierte, blieb bis zum Abend offen. Die Ermittler verwiesen auf die laufenden Ermittlungen. Auch zur Höhe der Beute und zum Alter und der Identität der beiden Männer gab die Polizei keine Auskunft.

Rund um die Sparkassen-Filiale war die Aufregung tagsüber groß. Im Stadtteil Senne stehen Reihenhäuser neben kleineren Hochhäusern. Bis zum späten Nachmittag waren die Experten von der Spurensicherung in weißen Anzügen rund um das Sparkassengebäude unterwegs. Rotes Flatterband hielt die Anwohner auf Distanz. „Ich habe zwei Schüsse gehört, als ich auf dem Balkon stand“, erzählte ein 15-jähriger Schüler. Sonst passiere hier nie etwas.

Für die Eltern einer Kita in der Nachbarschaft war die Aufregung groß. Die Sicherheitskräfte hatten den Kindergarten aus Sicherheitsgründen abgeschirmt. Wer sein Kind am Mittag abholen wollte, musste sich gedulden - ungewisses Warten. Die Verkäuferinnen in einer Bäckerei und in einem Supermarkt hatten von dem Überfall gar nichts mitbekommen und auch keine Schüsse gehört. „Auf einmal war die Polizei da, das ging ganz schnell“, schilderten sie die Ereignisse.

dpa

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