Lebensgefährliche Verletzungen

Hells-Angels-Rocker (23) niedergeschossen

Oberhausen - Auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants in Oberhausen ist es am Sonntagabend zu einer Schießerei gekommen. Dabei wurde ein 23 Jahre alter Hells-Angels-Rocker lebensgefährlich verletzt.

Ein Rocker ist am Sonntagabend in Oberhausen niedergeschossen und schwer verletzt worden. Nach einer Notoperation schwebte der 23-Jährige am Montagmorgen nicht mehr in Lebensgefahr, wie die Polizei in Duisburg mitteilte. Die Schüsse waren auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants im Stadtteil Sterkrade gefallen. Nach ersten Erkenntnissen gehört der 23-Jährige zu den Hells Angels. Eine Mordkommission ermittelt.

Vor dem Krankenhaus versammelten sich in der Nacht bis zu 70 Freunde des 23-Jährigen. „Bis auf eine kleine Gruppe, die kurz ins Foyer kam, haben sie aber alle brav draußen gewartet“, sagte ein Sprecher der Polizei. Um die Hintergründe der Tat zu klären und eine Eskalation zwischen Hells Angels, Bandidos und der niederländischen Gruppe Satudarah zu vermeiden, kontrollieren die Beamten sämtliche Szene-Treffpunkte der Stadt. Bereits in den letzten Tagen hat die Polizei das Rocker-Milieu verstärkt beobachtet. „Da ist momentan viel Druck im Kessel“, sagte ein Sprecher.

Erst vor einer Woche hatten Unbekannte auf ein Auto geschossen, das neben dem Clubhaus der Rockergruppe Satudarah in Duisburg geparkt war. Vier Tage davor hatte es in der Nähe des Satudarah-Treffs in Duisburg eine Schlägerei zwischen Mitgliedern der beiden Gruppen gegeben. Das Duisburger Chapter - eine Art Ortsverband - der niederländischen Satudarah ist im Juni 2012 gegründet worden. Sie stehen den Bandidos nahe und sind mit den Hells Angels verfeindet. Die Gruppe wird der organisierten Kriminalität zugeordnet.

Das sind die Hells Angels

Das sind die Hells Angels

„Wir nehmen die Entwicklung ernst. Die Provokationen nehmen zu“, sagt Thomas Jungbluth, als Kriminaldirektor im Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität zuständig.„Die Clubs haben sehr stark expandiert und viele neue Mitglieder rekrutiert. Das birgt Konfliktpotenzial.“ Außerdem gebe es Hinweise, dass sich Satudarah auch im Raum Kleve ansiedeln will. „Das könnte von den Hells Angels als Provokation empfunden werden.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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