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Mit leerem Blick läuft Karim Ali Baja (23, r) durch die Straßen von Bengasi. Er kennt hier niemanden. Am Sonntag ist er mit einem Fischerboot aus der belagerten Stadt Misurata nach Bengasi geflohen (Archivbild vom 18.04.2011).

Schiff holt über 1100 Flüchtlinge aus Misurata

Bengasi - Der Strom der Flüchtlinge aus der belagerten Stadt Misurata reißt nicht ab. Am Mittwoch traf im Hafen von Bengasi ein unter griechischer Flagge fahrendes Schiff mit über 1100 Flüchtlingen an Bord ein.

Die meisten von ihnen waren Arbeiter aus Nigeria, Ghana und anderen afrikanischen Staaten. "Die Situation in Misurata ist schecklich, es ist schwer, sauberes Wasser zu finden, ständig schlagen überall Raketen und Granaten ein", sagte ein Jordanier, der in Misurata in einer Marmorfabrik gearbeitet hatte. Alleine am Dienstag, während er und seine vier Kollegen auf das vom Golfstaat Katar geschickte Schiff warteten, seien auf dem Hafengelände vier Grad-Raketen eingeschlagen.

Die Araber wurden von Helfern mit Bussen nach Ägypten gebracht. Von dort aus sollen sie in ihre Heimatländer ausgeflogen werden. Die Afrikaner wurden in einem Flüchtlingslager außerhalb von der von den Rebellen kontrollierten Stadt Bengasi untergebracht.

Von Seiten der Aufständischen hieß es, die Rebellen in Misurata hätten auf dem Seeweg in den vergangenen Wochen leichte Waffen erhalten. Doch seien sie den Gaddafi-Truppen immer noch weit unterlegen.

dpa

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