+
Salvador Alvarenga wird bald aus dem Krankenhaus entlassen.

"Muss mich erholen"

Schiffbrüchiger Fischer bittet um Ruhe

San Salvador - Über ein Jahr trieb der Fischer José Salvador Alvarenga in einem Boot auf dem Pazifik. Jetzt hat er genug vom Medienrummel und will Zeit mit seiner Familie verbringen.

Nach der Rückkehr in seine Heimat El Salvador hat der im Südpazifik gestrandete Fischer José Salvador Alvarenga um Respekt vor seiner Privatsphäre gebeten. „Sie sollen mich in Ruhe lassen. Ich will keinen Druck von den Medien“, sagte er am Mittwoch in einem von der Zeitung „Prensa Gráfica“ veröffentlichten Video. „Ich brauche Zeit, um mich zu erholen, bevor ich darüber spreche. Jetzt möchte ich Zeit mit meiner Familie verbringen.“

Der Gesundheitszustand des 37-Jährigen sei erstaunlich gut, sagte Gesundheitsministerin María Isabel Rodríguez nach einer Reihe von Untersuchungen. Er leide lediglich unter leichter Blutarmut und sei etwas unternährt.

Zuvor hatten Angehörige sowie Außenminister Jaime Miranda den sichtlich erschöpften Alvarenga am Dienstagabend (Ortszeit) am Flughafen der Hauptstadt San Salvador empfangen. Vor zahlreichen Journalisten drückte der Minister Alvarenga ein Mikrofon in die Hand, doch diesem fehlten die Worte: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, erklärte er nach Medienberichten.

„Josés Geschichte ist eine Geschichte des Glaubens, aber auch des Überlebenskampfes“, sagte Miranda. Alvarenga war Ende Januar auf dem südpazifischen Ebon-Atoll nahe den Marshallinseln gefunden worden. Nach seiner Schilderung war er im Dezember 2012 beim Fischen vor Mexikos Küste hinausgezogen worden und hatte 13 Monate in einem kleinen Boot auf hoher See überlebt. Er hätte somit knapp 11.000 Kilometer zurückgelegt.

Alvarenga soll nun zunächst einige Tage zur Beobachtung im Krankenhaus von Santa Tecla bleiben. Dort traf er am Mittwoch bereits seine Eltern und seine Tochter, die er nicht mehr gesehen hatte, seitdem er vor etwa 15 Jahren auf Arbeitssuche nach Mexiko ging. Sobald er aus der Klinik entlassen wird, will er sich im Haus seiner Familie in Garita Palmera, rund 120 Kilometer westlich von San Salvador, erholen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sternschnuppen im Oktober 2017: So sehen Sie die Orioniden heute Nacht
Sternschnuppen im Oktober 2017: Heute Nacht sind am Himmel über Deutschland Orioniden zu sehen. Hier finden Sie alle Infos.
Sternschnuppen im Oktober 2017: So sehen Sie die Orioniden heute Nacht
Bei der „Höhle der Löwen“ rausgeflogen: Jetzt sind diese Brüder Multi-Millionäre
Als sie ihre Mathe-App entwickelten, gingen die Berliner Brüder Maxim und Raphael Nitsche noch zur Schule. Nun sind sie Anfang 20 und steigen ins internationale …
Bei der „Höhle der Löwen“ rausgeflogen: Jetzt sind diese Brüder Multi-Millionäre
Jetzt ist klar, was der Tiefgaragen-Doppelmörder in seinem Abschiedsbrief schrieb
Drei Leichen in einem Auto. Zwei mit durchschnittenen Kehlen, eine mit einer Schussverletzung. Dazu ein Abschiedsbrief. Für die Polizei ist schnell klar: Hier hat sich …
Jetzt ist klar, was der Tiefgaragen-Doppelmörder in seinem Abschiedsbrief schrieb
Mutmaßlicher Messerstecher von München wohl psychisch krank
Ein Angreifer in München verletzt am Samstagmorgen mehrere Menschen mit einem Messer - völlig wahllos. Großalarm wird ausgelöst. Wenige Stunden später meldet die Polizei …
Mutmaßlicher Messerstecher von München wohl psychisch krank

Kommentare