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Schiitenführer warnt vor Teilung des Iraks

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- Bagdad - Der irakische Schiitenführer Moktada el Sadr hat die Kurden des Landes aufgefordert, die von ihnen verlangte Kontrolle über die im Norden gelegene Stadt Kirkuk aufzugeben. Ihr Vorhaben könne zu Teilung des Iraks führen, sagte Sadr der Deutschen PresseAgentur. "Kirkuk ist ein untrennbarer Teil des Iraks."

Bei einem Anschlag wurden am Montag südwestlich der Hauptstadt Bagdad ein Hoher Polizeioffizier und sein Fahrer ermordet. Nach Angaben des irakischen Fernsehens war der Beamte auf dem Weg zur Arbeit.

In der Umgebung der irakischen Pilgerstadt Kerbela waren am Sonntag sieben Bewaffnete von irakischen und amerikanischen Soldaten bei einer Razzia erschossen worden. Wie das irakische Militär weiter mitteilte, wurden elf Menschen verletzt. 16 Aufständische seien festgenommen worden. An den Razzien in der Umgebung von Kerbala seien etwa 800 irakische und amerikanische Soldaten beteiligt gewesen, teilte das irakische Militär mit. Die Aktion sollte die Sicherheit vor einem schiitischen Fest am Mittwoch erhöhen.

Wie der arabische Sender El Dschasira am Sonntag berichtete, zeigt ein angeblich von Anhängern des jordanischen Terroristen Abu Mussab el Sarkawi im Internet veröffentlichtes Video die Erschießung eines an den Händen gefesselten Mannes. Zuvor habe der Mann noch erklärt, er sei Oberst Riad Katei Allawi, ein Mitarbeiter des Bagdader Innenministeriums, der vergangenen Monat verschleppt worden war. Ob das Video echt ist, war zunächst unklar.

Am Sonntagmorgen explodierte nahe Kirkuk ein unter einer Pipeline versteckter Sprengsatz. Die Leitung, durch die das Öl von den Förderfeldern bei Kirkuk in den Westen des Landes gepumpt wird, war erst am Freitag nach einem Anschlag und fünfmonatiger Reparatur wieder probeweise in Betrieb genommen worden. Experten brachten den Brand bis Sonntagabend unter Kontrolle. Gelöscht sei das Feuer aber noch nicht, teilte die Ölfirma mit.

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