+
Norapat Kampart macht ein "Schläfchen". Foto: Norapat Kampart

Der schlafende Student und das Knöllchen in Thailand

Chiang Mai (dpa) - Ein ungewöhnliches Foto für ein Kunstprojekt hat einem Studenten in Thailand Polizeibesuch und eine Geldstrafe eingebracht.

Auf dem Foto liegt Norapat Kampart (19) mit Kopfkissen und Decke ausgestattet scheinbar schlafend auf der meistbefahrenen Kreuzung in der zweitgrößten thailändischen Stadt Chiang Mai. Nachdem das Foto in sozialen Medien rauf und runter lief und auf seiner Facebook-Seite mehr als 36 000 Mal "Gefällt mir" angeklickt wurde, meldete sich die Polizei bei ihm, wie er der Deutschen Presse-Agentur erzählte. Er bekam ein Knöllchen wegen Gefährdung im Straßenverkehr.

Der Hintergrund: Kampart hatte für sein Fotografie-Studium den Auftrag, eine Fotoserie mit sich selbst und Orten in Chiang Mai abzuliefern, an denen sich Touristen aufhalten. Er ließ sich jeweils wie in einem Bett schlafend in einem Tempelgarten, auf einer Museumstreppe, vor einem Einkaufszentrum und eben auf der Kreuzung ablichten.

Das Kreuzungsfoto wurde so bekannt, weil viele Betrachter Kritik an dem horrenden Autoverkehr in Chiang Mai hineininterpretierten. "Ich bin kein Rebell, ich bin nur ein Künstler", sagte Kampart dazu. "Außerdem schlafe ich gerne." Er machte das berühmte Bild zu seinem Profil-Foto auf Facebook.

Facebook-Seite

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wacken-Festival: Trinkfeste Metal-Fans bekommen Bier-Pipeline
Wacken - Spezielle Pump-Anlage, damit alle durstigen Fans voll auf ihre Kosten kommen: Das Heavy Metal Festival im schleswig-holsteinischen Wacken bekommt jetzt eine …
Wacken-Festival: Trinkfeste Metal-Fans bekommen Bier-Pipeline
Neue Energiequelle: China bohrt nach "brennbarem Eis"
Entlang der Ozeanränder lagern enorme Mengen Erdgas - gebunden als Methanhydrat. Nach Japan hat nun auch China die Ressource erstmals erfolgreich angezapft. …
Neue Energiequelle: China bohrt nach "brennbarem Eis"
So verzweifelt suchen Eltern im Netz nach ihren Kindern
Nach der grausamen Explosion bei einem Ariana Grande-Konzert in Manchester mit 22 Toten suchen viele Eltern verzweifelt nach ihren Kindern.
So verzweifelt suchen Eltern im Netz nach ihren Kindern
22 Tote in Manchester: Das sind die ersten Reaktionen
Die verheerende Explosion bei einem Konzert der amerikanischen Popsängerin Ariana Grande im britischen Manchester hat in der Musikwelt eine Welle des Mitgefühls …
22 Tote in Manchester: Das sind die ersten Reaktionen

Kommentare