Schalkes Ex-Präsident Günter Eichberg gestorben

Schalkes Ex-Präsident Günter Eichberg gestorben
+
U-Bahnhof Schönleinstraße. Hier wurde ein schlafender Obdachloser angezündet. Sechs junge Männer im Alter zwischen 16 und 21 Jahren stehen deswegen derzeit vor Gericht. Foto: Paul Zinken

Gefährliche Körperverletzung

Obdachlosen angezündet: Haupttäter verurteilt

Ein Obdachloser in Berlin entgeht dem Feuer neben seinem Kopf nur knapp. Videokameras halten die Tat fest. Eine Gruppe junger Männer kommt vor Gericht. War es versuchter Mord? Nun gibt es ein Urteil.

Berlin - Knapp ein halbes Jahr nach der Feuerattacke gegen einen schlafenden Obdachlosen in einem Berliner U-Bahnhof ist der Haupttäter zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Berliner Landgericht ließ in seinem Schuldspruch am Dienstag den Vorwurf des versuchten Mordes fallen und verhängte die Strafe gegen den 21-Jährigen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Die Attacke am Weihnachtsabend 2016 hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

Drei 17 bis 18 Jahre alte Mitangeklagte wurden wegen Beihilfe zu Jugendstrafen von jeweils acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Zwei weitere Angeklagte im Alter von 16 und 19 Jahren bekamen wegen unterlassener Hilfeleistung jeweils vier Wochen Arrest und müssen gemeinnützige Arbeit leisten.

Versuchte gefährliche Körperverletzung wiegt aus juristischer Sicht nicht so schwer wie versuchter Mord. Diesen Vorwurf hatte die Staatsanwaltschaft gegen die sechs jungen Männer in ihrer Anklage erhoben. Für den 21-Jährigen hatte die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes vier Jahre Haft gefordert. Dem folgte das Gericht nun nicht.

Den Flüchtlingen aus Syrien und Libyen war vorgeworfen worden, in der Weihnachtsnacht 2016 den Obdachlosen auf einer Bank im Kreuzberger U-Bahnhof Schönleinstraße angezündet zu haben. Fahrgäste löschten die Flammen, der ahnungslose Mann aus Polen blieb unverletzt. Die Angeklagten hatten im Prozess einen Tötungsversuch zurückgewiesen.

Der 21-Jährige gab aber zu, ein Taschentuch in Brand gesteckt zu haben, er habe den Mann aber „nur durch ein kleines Feuerchen aufschrecken wollen“. Seine Begleiter erklärten, sie hätten mit der Tat nichts zu tun.

Ein siebter Mitangeklagter war bereits zuvor zu zwei Wochen Jugendarrest wegen unterlassender Hilfeleistung verurteilt worden.

Dass der Fall so rasch aufgeklärt wurde, lag auch an Aufnahmen aus Videokameras. Nach der Veröffentlichung von Bildern stellten sich die meisten Verdächtigen. Zu erkennen war auf den Aufnahmen, dass die jungen Männer vom Tatort flohen, ohne sich um den Obdachlosen zu kümmern.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Totale Mondfinsternis 2018 in Deutschland: Die Infos zum Blutmond am 27. Juli
Am 27./28. Juli 2018 ist eine totale Mondfinsternis in Deutschland zu sehen. Die gute Sicht auf den Blutmond ist aber vom Wetter abhängig.
Totale Mondfinsternis 2018 in Deutschland: Die Infos zum Blutmond am 27. Juli
Mann schwimmt an FKK-Strand - dort sieht er eine 49-Jährige, dann passiert das Grausame
Am FKK-Strand des Miramar hat es eine Vergewaltigung gegeben: Eine 49-Jährige war das Opfer. Jetzt gibt es grausame Details zur Tat.
Mann schwimmt an FKK-Strand - dort sieht er eine 49-Jährige, dann passiert das Grausame
Unbekannter Täter zündet zwei Obdachlose in Berlin an
Die Opfer schliefen vermutlich, als der Täter heimtückisch zuschlug. Erst goss er eine Flüssigkeit über die beiden Männer, dann griff er zum Feuerzeug oder zu …
Unbekannter Täter zündet zwei Obdachlose in Berlin an
65-Jähriger springt von 10-Meter-Brücke in Fluss! Zeuge ruft sofort Notruf
Ein 65-Jähriger springt von der 10 Meter hohen Carl-Ulrich-Brücke in den Main. Ein Zeuge ruft sofort den Notruf.
65-Jähriger springt von 10-Meter-Brücke in Fluss! Zeuge ruft sofort Notruf

Kommentare