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Winston R. behauptet, er hätte geschlafen, als er versuchte, eine Frau auszurauben.

"Schlafwandler" raubt Frau aus

New London - Er bedrohte eine Frau mit einem Messer, forderte ihr Geld. Die Tat selber bestreitet Winston R. nicht, und doch will er unschuldig sein. Seine unglaubliche Erklärung:

Ein Aufzug im Mohegan Sun Casino (US-Bundesstaat Connecticut) war am 18. März der Tatort eines versuchten Raubüberfalls. Mit einem Messer bedrohte Winston R. dort eine Frau - er hatte es offensichtlich auf ihren Geldbeutel abgesehen. Laut dem "Norwich Bulletin" konnte die vor Angst schreiende Frau fliehen. Wenig später wurde der Täter gefasst. Doch der 27-Jährige behauptet, er sei unschuldig, obwohl er zugibt, die Tat begangen zu haben! Wie das zusammenpasst? 

Winston leidet nach Aussage seines Verteidigers, Nicholas D'Amato, seit seiner Kindheit an Somnanbulismus - umgangssprachlich Schlafwandeln genannt. Auch während des Raubüberfalls habe sich sein Mandant im Tiefschlaf befunden und sei erst durch die Schreie seines Opfers aufgewacht, so D'Amato. Der Anwalt fügte hinzu, die Familie des 27-Jährigen könne R.s Krankheit bestätigen. Bis zur Gerichtsverhandlung im Juli wolle er ein medizinisches Gutachten erstellen lassen, das er als Beweis für die Unschuld von R. vorlegen möchte. 

Beim Somnanbulismus verlässt der Schlafende ohne aufzuwachen das Bett, geht umher und kann teilweise auch verschiedene Tätigkeiten verrichten. Laut einer offiziellen Schätzung sind bis zu 30 Prozent aller Kinder schon mindestens einmal geschlafwandelt. Im Erwachsenenalter tritt die Störung aber eher selten auf, sie verschwindet meist während der Pubertät. Die genauen Ursachen des Somnanbulismus sind noch nicht erforscht. Sicher ist jedenfalls, dass er nicht vom Mond ausgelöst wird, wie man früher annahm.

Es gibt Fälle, in denen ein Schlafwandler einen anderen Menschen getötet hat und freigesprochen wurde.

hn 

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