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Die Geldwäscher, die Zoll und Polizei nun ins Netz gegangen sind, gehören zu einer libanesischen Tätergruppe.

Zoll und Polizei erfolgreich

Schlag gegen internationale Geldwäscherbande gelingt

Aachen - Mit Festnahmen und Durchsuchungen sind Zoll und Polizei gegen eine international agierende Gruppe mutmaßlicher Drogenhändler und Geldwäscher vorgegangen.

Wie die Staatsanwaltschaft Aachen am Montag mitteilte, wurden bereits im vergangenen Juli zwei Tatverdächtige an der deutsch-belgischen Grenze und nach weiteren Ermittlungen im Januar drei Männer im Alter zwischen 31 und 49 Jahren in Düsseldorf, Münster und im niedersächsischen Ganderkesee festgenommen.

Die mutmaßlichen Geldwäscher gehören demnach zu einer libanesischen Tätergruppe, gegen die seit geraumer Zeit auch die französische Justiz ermittelt. Die Gruppe soll für ein kolumbianisches Drogenkartell die Erlöse aus dem Verkauf großer Mengen eingeschmuggelten Kokains einsammeln und über Deutschland in den Libanon transferieren. Ermittlungen in Deutschland ergaben demnach, dass das Drogengeld regelmäßig in hochwertige Fahrzeuge und Luxusuhren investiert wird.

Seit 2015 sollen zehn Millionen Euro gewaschen worden sein

Diese Luxusgegenstände wurden dann in den Libanon ausgeführt, dort wieder zu Geld gemacht und die Erlöse zur Finanzierung neuer Kokainlieferungen nach Kolumbien transferiert. Allein 2015 soll die Gruppe auf diese Weise zehn Millionen durch den Ankauf hochwertiger Luxuswaren gewaschen haben.

Bei den Durchsuchungen im Januar, an denen auch Elitepolizisten der Spezialeinheit GSG 9 beteiligt waren, beschlagnahmten die deutschen Ermittler in zehn Objekten unter anderem 260.000 Euro Bargeld, einen aus Drogengeldern finanzierten Range Rover im Wert von 80.000 Euro und zwei Luxusuhren im Wert von jeweils mehr als 100.000 Euro.

Ebenfalls im Januar wurden in Frankreich insgesamt fünf weitere Verdächtige festgenommen, darunter der mutmaßliche Kopf der Bande. Laut Aachener Staatsanwaltschaft ergaben die Ermittlungen in Deutschland keine Hinweise darauf, dass die Beschuldigten im Auftrag der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah tätig waren. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.

AfP

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