Schlag gegen Kinderporno-Ring

Washington - Den USA ist es in Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden gelungen, einen internationalen Kinderpornografie-Ring auszuheben. Die Vorwürfe gegen die Betroffenen sind schockierend.

Wie das Justizministerium in Washington am Mittwoch mitteilte, wurden 72 Mitglieder des Netzwerkes angeklagt, das online Bilder und Videos von sexuellen Übergriffen Erwachsener auf Kinder verbreitete. Demnach operierte der Ring als privater “Club“ mit dem Namen “Dreamboard“, Zugang gab es nur für Mitglieder. Den Washingtoner Angaben zufolge kam es auch im Ausland zu 13 Festnahmen, darunter in Deutschland.

Wie es in der Mitteilung hieß, schufen die Mitglieder von “Dreambord“ eine große “Bibliothek“ mit Bildern und Videos oft gewalttätiger pornografischer Szenen. In vielen Fällen hätten sie das Material selbst produziert - und mit sich selbst als “Akteur“. Die Opfer seien bis zu zwölf Jahre alte Kinder gewesen, viele hätten sichtlich auch physisch Schmerzen erlitten.

Nach den Schilderungen des Ministeriums wurden die Mitglieder angespornt, möglichst viel und möglichst “drastisches“ Material zu liefern. Als Belohnung dafür habe dann nach einer Art Preissystem erweiterter Zugang zur Porno-“Bibliothek“ gewunken.

52 der 72 Angeklagten wurden der Mitteilung zufolge inzwischen in den USA und in Übersee festgenommen, vier bereits zu Gefängnisstrafen zwischen 20 und 30 Jahren verurteilt. Im Ausland seien mehr als 500 Menschen ins Visier genommen worden.

dpa

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