Schlampen-Märsche kommen nach Europa

Toronto - Sie kleiden sich wie Prostituierte und propagieren ihre Freizügigkeit auf Plakaten mit schmutzigen Worten. Jetzt kommen die Schlampenmärsche auch nach Europa. Und alles wegen einer dummen Aussage.

Sie kleiden sich wie Prostituierte und propagieren ihre Freizügigkeit auf Plakaten mit schmutzigen Worten. "Schlampe" ist noch die harmloseste Übersetzung für das englische Wort "slut", das immer wieder zu lesen ist.

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Provokante Auftritte dieser Art liegen im Trend. Am 3. April in Toronto machten etwa 2000 Frauen freizügig mit. Doch nicht genug: Von Kanada aus erobern diese so genannten Schlampen-Märsche nun die ganze Welt. Am 4. Juni betreten die aufreizenden Damen erstmals europäischen Grund und schreiten - wie sollte es anders sein - durch Europa inoffizielle Rotlichthauptstadt Amsterdam.

Die Schlampen-Märsche haben aber einen ernsten Hintergrund, der sich auf eine törichte Aussage eines kanadischen Polizisten reduzieren lässt. Am 24. Januar sagte Michael Sanguinetti von der Toronto Police bei einer Universitätsveranstaltung zum Thema Vergewaltigung: "Frauen sollten es vermeiden, sich wie Schlampen zu kleiden, um nicht vergewaltigt zu werden." 

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Die kanadische Frauenwelt reagierte empört und rief die Schlampen-Märsche ins Leben. "Wir tragen unsere Frustration auf die Straße", heißt es auf der offiziellen Webseite der Frauenbewegung, Slutwalktoronto.com: "Wir haben es satt, wegen schlampenhaften Aussehens unterdrückt zu werden, anhand unserer Sexualität beurteilt zu werden und uns deswegen unsicher fühlen zu müssen."

Einen ersten Teilerfolg haben die Schlampen-Märsche auch schon verbucht: Michael Sanguinetti musste nach seiner Aussage an einer Fortbildung teilnehmen.

kim

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