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Schleuser setzen drei junge Männer an A7 bei Knüllwald aus

Männer waren aus Afghanistan geflüchtet

A7 bei Knüllwald: Schleuser setzen drei junge Geflüchtete an Parkplatz aus

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An der A7, auf einem Parkplatz bei Knüllwald, setzt ein Schleuser drei junge Flüchtlinge aus. Sie werden von der Polizei aufgegriffen. Vom Schleuser fehlt jede Spur.

  • Die Bundespolizei hat an auf einem Parkplatz an der A7 drei Geflüchtete aufgelesen.
  • Sie sollten nach Frankreich geschleust werden.
  • Vom Schleuser fehlt jede Spur.  

Die Bundespolizei hat auf dem Autobahnparkplatz „Fuchsrain“ an der A7 bei Knüllwald drei junge Geflüchtete aufgegriffen. Dabei handelt es sich um drei Afghanen im Alter von 16, 17 und 23 Jahren.

A7: Zwei weitere Männer flüchteten in den Wald

Zwei weitere Männer sind laut Polizei in ein an die A7 angrenzendes Waldstück geflüchtet. Die Fahndung nach den beiden weiteren Afghanen blieb erfolglos.

Grafik: A7-Parkplatz Fuchsrain

Die drei Festgenommen wurden zur Bundespolizeiinspektion Kassel gebracht. Sie gaben bei ihrer Vernehmung an, dass sie mit einem Lastwagen aus Serbien gekommen seien und eigentlich weiter nach Frankreich fahren wollten. 

Seit vier Tagen seien sie unterwegs gewesen und hätten für die Fahrt, auf der Ladefläche eines Lasters, jeweils bis zu 8000 Euro an die ihnen nicht bekannten Schleuser gezahlt. „Allerdings endete die Fahrt in Knüllwald“, sagt Klaus Arend, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Kassel. 

A7: Geflüchtete auf Parkplatz gestrandet 

Ob die Afghanen von ihren Schleusern einfach an der A7 ausgesetzt worden seien oder man nur eine Pause eingelegt habe, sei nicht bekannt. Von dem Lkw habe jedenfalls jede Spur gefehlt. „Wir wissen nicht, was es für ein Fahrzeug war“, so Arend weiter. Das erschwere die weiteren Ermittlungen.

Überhaupt habe der Zufall eine wichtige Rolle in dem Fall gespielt: „Die Geflüchteten hielten sich auf dem Parkplatz auf und fielen anderen auf, die die Polizei informierten“, so Arend.

Man habe nun unter anderem ein Strafverfahren wegen Verdachts des Einschleusens von Ausländern eingeleitet. 

A7: Von Schleusern fehlt jede Spur

Denn: „Im Fokus stehen die Schleuser, die aus der Not der Menschen Kapital schlagen wollen.“ Es sei schwer, an die Schleuser und ihre Hintermänner heranzukommen.

Die beiden Jugendlichen kamen nach polizeilichen Maßnahmen – unter anderem wurde über das Fingerabdruckverfahren überprüft, ob sie schon in Deutschland gemeldet sind – in eine Kasseler Jugendeinrichtung. Der 23-Jährige wurde in die Erstaufnahmeeinrichtung nach Gießen gebracht. Nun werde überprüft, ob die Männer ein Anrecht auf Asyl haben.

Hinweise zu dem Fall an die Bundespolizei: 0561/816160.

Schleuserfälle an Autobahnen

Zwischen 2005 und 2010 entdeckte die Bundespolizei Kassel immer mal wieder Geflüchtete auf Autobahnparkplätzen

In den vergangenen Jahren seien aber gerade an Autobahnen weniger Schleuserfälle bekannt geworden, bei denen Menschen auf Lastern ins Land gebracht würden, so Klaus Arend, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kassel.

Dies bedeute aber nicht, dass es keine Dunkelziffer gebe, betont er. Es handele sich aber eher um Einzelfälle.

Nicht nur in Deutschland werden Menschen immer mal wieder im Lkw über die Grenzen geschleust. In England endete ein solcher Fall tragisch: 39 Menschen starben in einem Lkw

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