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Der Mitarbeiter und Hilfsweihnachtsmann der Deutschen Post AG, Karlheinz Dünker, sitzt zwischen Stapeln von zu beantwortenden Weihnachtsbriefen von Kindern in Himmelsthür bei Hildesheim. In den Weihnachtspostämtern in Niedersachsen geht es in den Endspurt.

Schlussspurt für Weihnachtspostämter - bergeweise Briefe

Himmelpforten/Himmelstadt - Die Helfer sind im Schlussspurt, damit kein Brief unbeantwortet bleibt: Nicht nur Kinder schreiben eifrig an den Weihnachtsmann und das Christkind - in den Weihnachtspostämtern herrscht Hochbetrieb.

Die einen wünschen sich einfach nur ein Computerspiel, andere haben Angst um den Vater, der in Afghanistan kämpft - bergeweise treffen die Wunschzettel von Kindern aus aller Welt bei den deutschen Weihnachtspostämtern ein. 48 000 Briefe und Postkarten haben Wolfgang Dipper und seine Helfer allein in der Filiale in Himmelpforten (Niedersachsen) schon beantwortet.

“In diesem Jahr haben sich außergewöhnlich viele Kinder ein Haustier gewünscht - oder ein Geschwisterchen“, erzählt der Postamtsleiter. Wie in den Vorjahren standen aber auch Computerspiele, Videokameras, MP3-Player und Playmobil ganz oben auf der Liste. Noch bis zum 23. Dezember bleibt das Weihnachtspostamt geöffnet. Im Weihnachtspostamt im Hildesheimer Stadtteil Himmelsthür (Niedersachsen) war dagegen schon am Mittwoch Endspurt angesagt: Bis zum Abend wollten die Helfer noch mehr als 1000 Briefe verschicken. Aber auch danach setzt sich Karl-Heinz Dünker immer mal wieder an den Schreibtisch, um Kindern zu antworten.

“Manchmal ist doch noch Trost zu spenden, dann greift der Weihnachtsmann wieder zur Feder.“ Auf 55 000 Schreiben haben es die Helfer in diesem Jahr in Himmelsthür gebracht. Darunter waren diesmal besonders viele Briefe von Kindern, die von ihren Sorgen schrieben - zum Beispiel weil ihr Vater als Soldat in Afghanistan im Einsatz ist oder ihre Mutter gestorben ist. Viele schickten aber auch einfach nur ihre Wunschzettel - mit zum Teil recht ausgefallen Ideen: Neben den CDs von Lady Gaga wünschten sich einige auch eine ihrer Perücken.

Auch das Weihnachtspostamt im bayerischen Himmelstadt ist von Wunschzetteln geradezu überflutet worden. “Die 70 000 schaffen wir locker“, sagte die Leiterin der himmlischen Poststelle, Rosemarie Schotte, am Mittwoch. Bis kurz vor Heiligabend will Schotte mit ihren mehr als 30 ehrenamtlichen Helfern dafür sorgen, dass jedes Kind auf seinen Brief auch eine Antwort vom Christkind erhält. Besonders viel Post kam in diesem Jahr von Erwachsenen. “Das ist eine kolossale Belastung für uns“, sagte Schotte.

Einige schrieben acht Seiten lange Briefe und klagten dem Christkind ihr Leid. Noch bis Heiligabend beantworten auch die Helfer im brandenburgischen Himmelpfort, der einzigen Weihnachtspostfiliale in Ostdeutschland, Briefe. Rund 270 000 Schreiben aus aller Welt sind schon eingegangen - darunter Wunschzettel von der Elfenbeinküste, aus Malawi, Moldawien und dem Senegal.

dpa

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