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Das Schmallenberg-Virus wurde inzwischen in 13 Bundesländern nachgewiesen.

Schmallenberg-Virus in 13 Bundesländern

Riems - Das für Schafe, Rinder und Ziegen gefährliche Schmallenberg-Virus ist inzwischen in 13 Bundesländern nachgewiesen.

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts für Tiergesundheit auf der Insel Riems (FLI) sind inzwischen 377 Betriebe in dreizehn Bundesländern betroffen - 35 mehr als am Vortag.

Nicht nachgewiesen sei der Erreger bisher nur in Bremen, Berlin und dem Saarland, sagte eine Sprecherin des zuständigen Friedrich-Loeffler-Instituts am Mittwoch. Am stärksten betroffen sind Schafhaltungen (350 Betriebe), weil die Tiere derzeit lammen. Die Missbildungen seien eine Spätfolge der Infektion während der Trächtigkeit im Sommer und Herbst 2011. Prognosen über die Verbreitung des Erregers in Rinderhaltungen sind nach Angaben des FLI nicht möglich. Rinder sollen im März und April kalben.

Bei den Schafen sei das Schmallenberg-Virus hauptsächlich im Gehirn missgebildeter Lämmer festgestellt worden. Es sei davon auszugehen, dass sich der Fötus höchstwahrscheinlich in der empfindlichen Trächtigkeitsphase zwischen dem 25. und 45. Tag über das Muttertier infiziert habe. Bei Rindern liege diese Zeit, in der der Fötus noch über keine eigene Immunabwehr verfüge, zwischen dem 55. und 110. Tag. Die Schwangerschaft bei Rindern dauert 270 bis 280 Tage.

Der Erreger war im November 2011 erstmals in Deutschland festgestellt worden. Unklar sei, ob es sich um einen Neueintrag dieses exotischen Virus handle oder ob es bereits seit längerer Zeit bei Wiederkäuern in Europa vorkomme. Auch den Niederlanden, Belgien, Großbritannien und Frankreich war das Schmallenberg-Virus nachgewiesen worden. Für Menschen besteht nach bisheriger Einschätzung kein Risiko.

dpa

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