Schmallenbergviren schon in 147 Betrieben

Potsdam/Greifswald - Das für Schafe und Rinder gefährliche Schmallenberg-Virus ist nun auch in Brandenburg und damit in insgesamt acht Bundesländern aufgetaucht. 147 Betriebe sind bereits betroffen.

Vier tote Lämmer liegen in der Pathologie des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Münster. Das CVUA untersucht verdächtige Tiere auf den Schmallenberg-Virus.

Wie das Verbraucherministerium in Potsdam am Dienstag mitteilte, sind in dem Land sechs Fälle diagnostiziert worden. Der vor wenigen Monaten noch unbekannte Schmallenberg-Erreger kann bei Schafen, Rindern und Ziegen unter anderem zu Fehl- und Missgeburten führen. Tierhalter sollen darauf laut Ministerium nun besonders achten.

Das Virus sei bundesweit inzwischen in 147 Betrieben festgestellt worden, teilte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI/Insel Riems) am Dienstag mit Verweis auf Daten vom Montag mit. Darunter seien 8 Rinder-, 132 Schaf- und 7 Ziegenhaltungen.

Am stärksten betroffen ist Nordrhein-Westfalen. Aber auch Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Thüringen meldeten Fälle.

Die ersten neuen Viren wurden im vergangenen November in der Stadt Schmallenberg im Sauerland registriert und erhielten daher auch ihren Namen. Die Erreger werden durch Mücken übertragen. Daher wurden die betroffenen Muttertiere höchstwahrscheinlich bereits im vergangenen Jahr infiziert. Auch die Niederlande, Belgien, Großbritannien und Frankreich meldeten Fälle. Für Menschen besteht nach Behördenangaben aller Voraussicht nach kein Gesundheitsrisiko.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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