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Einen Tag vor Heiligabend versinkt Schleswig-Holstein in Eis und Schnee. Unser Bild zeigt die Situation im Hamburg am Morgen.

Schnee und Eis behindern Verkehr im Norden

Hamburg/Kiel - Schnee und Eis sorgen im Norden für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Autobahnen vereisen, eine Bahntrasse ist nicht mehr befahrbar und eine Ende des Winterwetters ist nicht in Sicht.

Heftige Schneefälle und Glatteis haben am Donnerstag den Auto-, Zug- und Fährverkehr in Hamburg und Schleswig- Holstein teils massiv behindert. Vor allem im Norden Schleswig- Holsteins beeinträchtigten Schneeverwehungen das Autofahren, berichteten die Lagedienste der Polizei. Auf den Autobahnen stellten sich immer wieder Lastwagen quer, Autos rutschten von vereisten Fahrbahnen.

Aber auch die Bahn war betroffen. Zwischen Oldenburg und Puttgarden wurde am Vormittag der Zugverkehr eingestellt, es gab auch keine Busse als Ersatz. Ein ICE Richtung Kopenhagen musste von Oldenburg zurück nach Lübeck. Eine Schneefräse sollte im Laufe des Nachmittags die Bahntrasse wieder freimachen, sagte ein Bahnsprecher und fügte hinzu: “Im Moment geht gar nichts.“

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Auf der Autobahn A1 zwischen Hamburg und Lübeck spitzte sich die Situation seit dem Vormittag zu, es gab mehrere Glätteunfälle mit Verletzten. “Die Autobahn vereist zunehmend. Die Leute sollten zu Hause bleiben oder vorsichtiger fahren“, warnte eine Sprecherin der Polizeidirektion Ratzeburg. Auf der Autobahn 7 Hamburg/Flensburg gab es trotz Schnee und Glätte keine schweren Unfälle am Morgen.

Am Tag vor Heiligabend war der Bahnverkehr im Norden am Vormittag zunächst ohne größere Probleme angelaufen. Fernzüge waren maximal eine halbe Stunde verspätet, sagte eine Sprecherin. Ab Mittag rechnete die Bahn mit einem ersten Ansturm von Reisenden. “Heute ist Großkampftag.“ Auch neuer Schneefall in Norddeutschland könnte Probleme bereiten: “Wir rechnen an den Weihnachtstagen mit Verspätungen, wenn das Wetter sich weiter verschlechtert.“

Viel Schnee an Heiligabend 

Ein großer Teil Deutschlands darf sich über eine weiße Weihnacht und Ausflugswetter freuen. Im Norden und Osten kann an Heiligabend die Bescherung aber auch weniger schön ausfallen, berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag. Das Tief “Scarlett“ bringt neben neuem Schnee kräftigen Wind, der zu Schneeverwehungen führen kann. Auf einem Streifen von der Ostsee bis ins Rheinland können vereinzelt über 20 Zentimeter der weißen Pracht fallen.

Im Süden und Südwesten regnet es am Freitag zunächst. Doch am Nachmittag gehen auch dort die Niederschläge allmählich in Schnee über. An den Weihnachtsfeiertagen beruhigt sich das Wetter. Es bleibt überall frostig kalt. “Zusammen mit dem kräftigen Wind ist der Schnee im Norden fast so rastlos wie ein verspäteter Geschenkejäger“, witzelte Martin Jonas vom DWD in Offenbach. Es werde am Freitag dort eine “kritische Mischung“ und vermutlich Unwetterwarnungen geben. Im Süden und Südwesten zieht sich der Regen nach Südosten zurück. Besonders im Mittelgebirge und in den Alpen kann es dann wieder viel Schnee geben.

Besser warm anziehen

In der Nacht zu Samstag ziehen die Niederschläge nach Süden und Osten ab, von Nordwesten her wird es freundlicher. Die Temperaturen erreichen Werte zwischen minus eins und plus drei Grad. Am ersten Weihnachtsfeiertag schneit es vor allem im Osten und Südosten sowie am Alpenrand noch zeitweise. Bei wechselnder Bewölkung laden die winterlichen Landschaften zu Ausflügen ein. Im Osten und im Norden bleibt es aber sehr windig mit starken Böen.

Überall gilt: besser warm anziehen. Die Höchstwerte liegen zwischen minus acht und minus drei Grad, vereinzelt wird es noch kälter. Am zweiten Weihnachtsfeiertag ist es überall überwiegend stark bewölkt. Der Wind legt sich weitgehend. Es bleibt bei Dauerfrost zwischen minus eins und minus acht Grad. Im Norden steigen die Temperaturen wieder etwas. Der Anstieg ist Vorbote neuer Niederschläge, die wohl in der Nacht zu Montag in den Nordwesten ziehen. 

dpa

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