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Arktische Kälte in Deutschland: Hier drohen Frost, Schnee und Glatteis

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Das dritte Adventswochenende bringt arktische Kälte nach Deutschland. Offenbar ist der Winter gekommen, um zu bleiben – womöglich bis Weihnachten.

Berlin - Ideales Wetter für Winter-Fans: Der diesjährige Dezemberauftakt war der winterlichste seit mindestens zwölf Jahren, wie der Wetterexperte und Diplom-Meteorologe Dominik Jung feststellt. Doch die Temperaturen sind noch längst nicht an ihrem Tiefpunkt angekommen. Am Wochenende bringt ein arktischer Kälteeinbruch Frost und Glätte nach Deutschland. Indes sind die Chancen auf Weiße Weihnachten offenbar so gut wie seit Jahren nicht mehr.

Deutscher Wetterdienst warnt vor Glätte: Bis zu minus sieben Grad

Es wird glatt in Bayern in der Nacht auf Donnerstag: Grund dafür sei geringer Neuschnee oder überfrierende Nässe, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch mit. Demnach gebe es in der Nacht leichten Frost bei bis zu minus vier Grad, in Alpentälern bei bis zu minus sieben Grad. Besonders im Alpenvorland sei außerdem mit Nebel zu rechnen. Auch am Mittwoch erwartete der Deutsche Wetterdienst bereits leichten Frost und Glätte.  

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Schnee und Eis am frühen Montagmorgen (5. Dezember) im Oberharz. Schon am Wochenende könnte arktische Kaltluft nach Deutschland kommen. © picture alliance/dpa | Matthias Bein

Am Freitag ist es in Deutschland laut DWD bewölkt, vor allem im Westen fällt vereinzelt Schnee. In Hochfranken erreichen die Temperaturen teils nicht einmal Werte von über minus zwei Grad, an den Alpen kann es bis zu drei Grad warm werden. In der Nacht zum Samstag kommt es in Südbayern gebietsweise zu etwas Schnee und Glätte. Der Norden bleibt hingegen weitgehend niederschlagsfrei. Die Temperaturen liegen bei etwa null und minus fünf Grad, entsprechend droht auch in tieferen Lagen Straßenglätte.

Arktischer Kälteeinbruch am Wochenende: Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee möglich

Ein Hochdruckgebiet über Grönland sorgt in Kombination mit einem sogenannten Trogvorstoß über Skandinavien dafür, dass kalte Luftmassen polaren Ursprungs am dritten Adventswochenende bis nach Deutschland ziehen, berichtet das Wetterportal Uwr.de am Mittwoch. Dabei handele es sich um einen „Arctic Outbreak“, so die Meteorologen weiter. Als Trog bezeichnet man ein Gebiet mit vergleichsweise geringem Luftdruck.

Der DWD sagt für Samstag Höchsttemperaturen von minus zwei bis plus drei Grad voraus, in der Nacht zum Sonntag könne es zu weiteren Schneefällen kommen. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt demnach im Süden Bayerns. Bei Tiefstwerten zwischen minus eins und minus sechs Grad besteht in der Nacht Glättegefahr. Angaben des Meteorologen Dominik Jung zufolge können am Wochenende gebietsweise zwischen zehn und 30 Zentimeter Neuschnee vom Himmel kommen, wobei der Schwerpunkt der Niederschläge im Süden und Südosten von Deutschland liegt.

Chancen auf Weiße Weihnachten „so gut wie seit Jahren nicht mehr“

Zwar ist noch unklar, ob es in Deutschland in diesem Jahr Weiße Weihnachten geben wird. Doch eines steht fest: Der Großteil des Dezembers fällt offenbar deutlich kälter aus als im langjährigen Mittel. Das könnte womöglich begünstigen, dass der Schnee länger liegen bleibt. „Der Winter ist gekommen, um zu bleiben“, glaubt der Meteorologe Jung. Ob der Schnee auch noch an Weihnachten da sein wird, sei noch unsicher, aber nicht unmöglich. „In diesem Jahr ist die Ausgangslage für ein weißes Weihnachtsfest so gut wie seit Jahren nicht mehr“, bekräftigt der Diplom-Meteorologe.

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