AC/DC-Legende Malcolm Young ist tot

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Es bleibt kalt

Schnee: Vielerorts geschlossene Schneedecke

Berlin - Der Winter hat viele Teile Deutschlands voll erwischt. Der Nikolaus brachte am Donnerstag Neuschnee und Glätte, was zu mindestens zwei Unfällen mit je einem Toten führte.

Ein Umschwung ist wegen der Tiefs Johanna und Karin nicht in Sicht: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigte für die nächsten Tage winterliches Wetter mit teils strengen Nachtfrösten an. Im Westen des Landes erwarteten die Meteorologen für Freitag starke Schneefälle. Im Bergland seien 15 bis 20 Zentimeter Neuschnee möglich.

Die Schneemengen konnten sich schon am Donnerstag vielerorts sehen lassen: Auf dem Brocken im Harz in Sachsen-Anhalt lagen 36 Zentimeter, im thüringischen Neuhaus am Rennweg 44 Zentimeter. Im Bayerischen Landesamt für Umwelt nahm die Lawinenwarnzentrale ihre Arbeit auf: Ab Freitag veröffentlicht sie nach Angaben des Landesamtes unter lawinenwarndienst-bayern.de wieder einen täglich aktualisierten Lagebericht für den bayerischen Alpenraum. Zeitgleich wollte die Nationalparkverwaltung im Harz damit beginnen, die ersten Loipen für Skilangläufer zu spuren.

Autofahrer sterben in Mittelfranken und Hessen

Auf den Straßen kam es zu zahlreichen Unfällen. Meist blieb es bei Blechschäden oder leichten Blessuren der Beteiligten. Nahe dem mittelfränkischen Claffheim kam ein 44-jähriger Autofahrer am Donnerstagmorgen ums Leben. Er fuhr mit seinem Wagen bei Schneefall auf die Gegenfahrbahn und stieß dort frontal mit einem leeren Tanklaster zusammen, wie die Polizei mitteilte. Sein Beifahrer wurde schwer, der Lkw-Fahrer leicht verletzt.

Auch nahe dem hessischen Rauschenberg starb ein Autofahrer: Der 54-Jährige geriet auf schneeglatter Fahrbahn mit seinem Fahrzeug in den Gegenverkehr und prallte dort gegen einen Laster. Der Berufskraftfahrer kam von der Fahrbahn ab, sein Lkw stürzte eine Böschung hinab. Der Mann erlitt leichte Verletzungen. Mit Verdacht auf Unterkühlung kam ein 42 Jahre alter Mann in Brandenburg davon: Er geriet mit seinem Auto in den Fluss Havel. Bevor sein Wagen absoff, rettete er sich schwimmend durch das eiskalte Wasser ans Ufer.

Auf mehreren Autobahnen kam es zu teils kilometerlangen Staus. Die Autobahn 1 in Niedersachsen war nach dem Unfall eines Sattelschleppers bei Elsdorf Richtung Hamburg mehrere Stunden gesperrt. Bei Grimma in Sachsen musste die Autobahn 14 zeitweise in beide Richtungen voll gesperrt werden, weil mehrere Fahrzeuge ins Schleudern geraten waren.

Beim Zugverkehr kam es kaum zu Beeinträchtigungen. Nach Angaben einer Sprecherin in Frankfurt blieb es bundesweit meist ruhig, nur im Norden sei es teils zu Behinderungen gekommen. So verspäteten sich Regionalzüge zwischen Itzehoe und Hamburg, nachdem ein Güterzug liegen geblieben war.

Winterdienste kämpfen mit den Schneemassen

Im morgendlichen Berufsverkehr krachte es etwa in Hamburg binnen fünf Stunden rund 60 mal. Seit Mittwochabend um 19.00 Uhr bis zum Abebben des Pendlerstroms verzeichnete die Verkehrsleitzentrale 132 Unfälle auf den Straßen der Hansestadt. Wie in vielen Städten rückte erstmals seit Monaten wieder das große Geschwader des Winterdienstes aus: 270 Fahrzeuge mit etwa 1.000 Kräften räumten nach Angaben der Stadtreinigung die Straßen.

Im Nordwesten Schleswig-Holsteins habe es Schneeverwehungen gegeben, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle in Bad Segeberg. Zum Teil habe der Schnee einen halben Meter hoch gelegen.

So hoch lag der Schnee in der Hauptstadt noch nicht, auf den Flughäfen Berlin-Tegel und Schönefeld waren 80 Leute ab 2.00 Uhr nachts mit dem Winterdienst beschäftigt. Eis und Schnee führten aber nur zu geringen Verspätungen, sagte ein Flughafensprecher. Mit weiterem Schneefall rechnete der private Wetterdienst Meteogroup Deutschland erst wieder am Sonntag. Am Freitag zeige sich für längere Zeit die Sonne.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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