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Vor allem in München lähmte der Wintereinbruch den Berufsverkehr

Schneechaos lähmt Berufsverkehr

München/Berlin - Kilometerlange Staus und immer wieder Unfälle - der Wintereinbruch hat Autofahrern am Montagmorgen schwer zu schaffen gemacht und für eine Vielzahl von Unfällen gesprgt.

In Bayern krachte es nach heftigen Schneefällen mehr als hundert Mal, zwei Lastwagenfahrer wurden schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, blockierten insgesamt mehr als 50 Lastwagen den Verkehr. Hunderttausende Euro Schaden entstanden. Am Münchner Flughafen wurden für den Vormittag zunächst 15 Flüge gestrichen. Auch in den kommenden Tagen soll es schneien und frostig bleiben.

In der Oberpfalz verbrannte am Sonntagabend ein Mensch in seinem Auto, nachdem er auf schneebedeckter Straße von der Fahrbahn abgekommen und in ein anderes Auto gerast war. In Brandenburg waren am Morgen vor allem die Autobahn 2 zwischen Berlin und Magdeburg und die A9 von Berlin nach Leipzig betroffen. Insgesamt krachte es dort neun Mal. Den Fahrern wurden Schnee und überfrierende Nässe zum Verhängnis.

Ähnlich war die Lage im nahen Sachsen. Wegen querstehender Lastwagen bildeten sich lange Staus, teilte der Verkehrswarndienst mit. Auf der Autobahn 72 stockte der Verkehr auf 25 Kilometern Länge. Es gab etliche Unfälle - meist nur mit Blechschäden. Auf der A9 in Sachsen-Anhalt mussten nach Unfällen immer wieder einzelne Fahrstreifen gesperrt werden.

Im Saarland wurden bei Unfällen auf glatten Straßen mindestens fünf Menschen verletzt. “Wir haben mehr als 40 Verkehrsunfälle registriert“, sagte Uwe Wilhelm vom Lagezentrum in Saarbrücken.

Auch in Baden-Württemberg litt der Berufsverkehr massiv unter der Witterung. Auf der A81 stockte der Verkehr auf 25 Kilometern, kurzzeitig wurde die Autobahn vor dem Kreuz Stuttgart gesperrt. Auf der A8 standen Pendler auf einer Länge von 18 Kilometern im Stau. Im Schwarzwald besteht für Lastwagen nun Schneekettenpflicht.

Auch in Teilen Tirols in Österreich wurde für höher gelegene Straßenverbindungen Kettenpflicht verhängt. Am Sonntag war der erste Lawinentote der Saison zu beklagen, ein 55-jähriger Tourengeher, berichtete die Nachrichtenagentur Apa. Ein 28-Jähriger überlebte am Sonntagabend einen Unfall auf der Westautobahn A1 wohl nur, weil er sich rasch zur Beifahrerseite wegduckte, als ein Auto von der Gegenfahrbahn auf seinen Wagen zuflog und die Fahrerseite plattdrückte.

dpa

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