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Urne bei Post verschollen: Trauerfeier ohne Toten

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Düsseldorf - Weil die Urne auf dem Postweg verloren gegangen ist, musste eine Trauerfeier in Düsseldorf ohne den Verstorbenen stattfinden.

Der Poststreik ärgert so manchen, der wichtige Briefe oder Pakete erwartet. Doch in diesem Falle ist das Ganze nicht nur ärgerlich, sondern makaber! Wie der Express berichtet, ist die Urne mit der Asche des verstorbenen Joachim K. († 56) aus Düsseldorf auf dem Postweg verloren gegangen. Und so fand die Trauerfeier ohne den Verstorbenen statt. Dem Bericht zufolge lagert die Urne aktuell unauffindbar irgendwo im DHL-Frachtzentrum in Krefeld.

Klaus Jonas, der als Freund der Familie die Trauerrede halten sollte, ist empört: "Bestatter sollen Urnen nicht mehr einfach per Post verschicken dürfen als wäre es ein Karton Schuhe!" Die Familie des Verstorbenen wartete seit der Einäscherung am 12. Juni vergeblich auf die Urne. Bei der Zeremonie am 2. Juli musste Jonas dann verkünden, dass "der Verstorbene nicht unter uns weilt. Und zwar im doppelten Sinn".

Doch wie konnte es dazu kommen? Anscheinend verschickte der Bestatter die Urne mit der normalen Post. "Offenbar um Porto zu sparen, wurde das Paket nicht entsprechend als Urne deklariert", so Jonas. "In Kenntnis des Poststreiks hätte ein verantwortungsvoller Unternehmer beispielsweise per 'Hermes' oder 'UPS' versandt, ein sorgsamer Mensch wäre sogar selbst gefahren."

Bereits Ende Juni kam es zu einem ähnlichen Fall. Im bayerischen Schwarzenfeld ging eine Urne mit den Überresten einer Mutter während des Poststreiks verloren.

fw

Rubriklistenbild: © dpa

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