Behörden-Posse um 17 Meter

Schräger Meter-Streit um Schülerticket

Ibbenbüren - Die Familie eines Grundschülers will dessen Fahrkarte erstattet bekommen. Der Schulweg sei dafür um 17 Meter zu kurz, sagt die Stadt. Hat sie falsch gemessen?

Buchstäblich um jeden Meter Schulweg wird in einem schrägen Rechtsstreit zwischen der nordrhein-westfälischen Stadt Ibbenbüren und einer Familie gekämpft. Die Eltern des Grundschulkindes wollen 390 Euro für ein Schülerticket erstattet bekommen. Die Stadt sagt: Der Weg von Haustür zum Schultor müsse zwei Kilometer lang sein, sei hier aber nur einen Kilometer und 983 Meter lang.

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Die Eltern sagen: Die Stadt hat die falsche Tür genommen. Der Ausgang zur Straße sei aus Energiespargründen versperrt. Die Familie benutze die Seitentür zum Carport. Der Weg sei also schon 10 Meter länger. Und er ende nicht an der Grundstücksgrenze der Schule, sondern an einer Absperrung innerhalb des Schulgeländes. Das seien nochmal 15 bis 20 Meter mehr.

Der Prozess läuft am 28. August beim Verwaltungsgericht Münster, wie ein Justizsprecher am Freitag mitteilte (Az.: 1 K 1366/11).

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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