+
Der U-Bahnhof am Ernst-Reuter-Platz: Hier geschah die schreckliche Tat.

„Er hat uns alles genommen"

Nach U-Bahn-Mord: Bewegender Abschiedsbrief an tote Tochter

Berlin - Die Mutter der in Berlin vor eine U-Bahn geschubste Abiturientin hat am Tatort einen Abschiedsbrief abgelegt. Die schreckliche Tat schockt die Hauptstadt.

"Meine liebste Amandi", schreibt Mutter Hoda K. (39) in ihrem Abschiedsbrief an ihre tote Tochter Amanda (20). "Du warst und bis mein ein und alles, mein Baby, meine Große, meine Beste und meine Schönste. Keine Wort der Welt bringt Dich zu mir zurück". So beginnt der bewegende Brief, den Hoda K. am Bahnsteig des Ernst-Reuter-Platzes in Berlin abgelegt hat.

Genau an dieser Stelle hatte ein 28-jähriger obdachloser gebürtiger Hamburger mit iranischer Staatsbürgerschaft Amanda ohne erkennbaren Anlass vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen. Die 20-Jährige wurde überrollt, starb noch im U-Bahnhof. Der Täter wurde laut "Bild" inzwischen in die Psychiatrie gebracht. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft gebe es Anhaltspunkte, dass seine Schuldfähigkeit "erheblich gemindert bis aufgehoben" sei. Der 28-Jährige hat bereits einiges auf dem Kerbholz: Körperverletzung, Raub und Sachbeschädigung. Zeugen hatten ihn festgehalten am Bahnsteig, bis ihn die Polizei festnehmen konnte.

"Er hat uns alles genommen"

„Warum lassen die so einen kranken Typen auf die Straße?“, so Mutter Hoda K. zur "Bild". „Er hat uns alles genommen." In ihrem Brief schreibt sie an ihre tote Tochter: "Ich hoffe du bist an einem sichereren Platz als hier." Und: "Du bist viel zu früh von uns gegangen."

Minuten vor ihrem Tod hatte Amanda laut "Bild" noch eine SMS geschrieben: "Bin gleich zu Hause. Ich liebe Dich." Sie konnte da nicht ahnen, dass sie durch die Tat eines Irren nur wenige Minuten später ihr junges Leben verlieren würde.

mb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Humanitäre Katastrophe“: Puerto Rico verlangt Hilfe aus Washington
Hurrikan „Maria“ hat die Karibikinsel Puerto Rico verwüstet. Der Gouverneur bittet das Weiße Haus, die US-Bürger in dem Außengebiet nicht zu vergessen. Nach längerem …
„Humanitäre Katastrophe“: Puerto Rico verlangt Hilfe aus Washington
Prozess um Prügelattacke auf Kevin Großkreutz
Fußballweltmeister Kevin Großkreutz kehrt nach Stuttgart zurück. Jedoch nicht als Verteidiger für den VfB, sondern als Zeuge vor Gericht. Zwei Männer sollen ihn …
Prozess um Prügelattacke auf Kevin Großkreutz
Camperin vergewaltigt: Angeklagter bestreitet Vorwürfe
Der brutale Überfall auf ein campendes Paar in der Nähe von Bonn sorgte vor einem halben Jahr für Aufsehen. Nun steht der mutmaßliche Vergewaltiger vor Gericht. Er …
Camperin vergewaltigt: Angeklagter bestreitet Vorwürfe
Oktoberfest 2017: „Sichere Wiesn“ - nicht nur verlorene Schlüssel und verpasste Züge
116 Mädchen und Frauen haben sich in der ersten Wiesn-Woche hilfesuchend an eine spezielle Anlaufstelle des Oktoberfestes gewandt - genauso viele wie im vergangenen Jahr.
Oktoberfest 2017: „Sichere Wiesn“ - nicht nur verlorene Schlüssel und verpasste Züge

Kommentare