Gründe sind vielschichtig

Schülerzahlen in Deutschland gehen zurück

Wiesbaden - Die Zahl der Schüler in Deutschland geht weiter zurück. Das sind 11,7 Prozent weniger als vor zehn Jahren. Die Gründe hierfür sind vielschichtig.

Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, werden derzeit rund 11,1 Millionen Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen unterrichtet. Das entspricht einem Rückgang um 1,4 Prozent im Vergleich zum vorhergehenden Schuljahr.

Im 10-Jahresvergleich nahm die Zahl der Schüler insgesamt um 11,7 Prozent ab. In diesem Zeitraum nahm die Bevölkerungszahl in Deutschland im Alter von 5 bis einschließlich 20 Jahren um 13,9 Prozent ab.

Der Statistik zufolge besuchen 8,4 Millionen Schüler allgemeinbildende Schulen, 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Entwicklung verlief in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich: Während an allgemeinbildenden Schulen in den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin) die Schülerzahl um 1,6 Prozent stieg, sank sie im früheren Bundesgebiet um 2,2 Prozent.

Einflussfaktoren sind laut Bundesamt das Bildungsverhalten, die Schulstrukturreformen sowie die demografische Entwicklung. So nahm die Zahl der in Deutschland lebenden Personen im Alter von 5 bis einschließlich 20 Jahren im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent ab. In Nordrhein-Westfalen (- 3,8 Prozent) und Hessen (- 2,2 Prozent) ging die Schülerschaft allgemeinbildender Schulen besonders stark zurück, da aufgrund der Umstellung auf das achtjährige Gymnasium eine Klassenstufe wegfiel.

An den beruflichen Schulen werden 2,5 Millionen Schüler unterrichtet; das bedeutet einen Rückgang um 0,8 Prozent. Die Schülerzahl liegt im früheren Bundesgebiet um 0,4 Prozent unter dem Stand des Vorjahres, in den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin) ging sie um 3,2 Prozent zurück. Die deutlichsten Rückgänge an den beruflichen Schulen wurden in Brandenburg (- 4,9 Prozent) und Sachsen (- 4,4 Prozent) verzeichnet. Grund hierfür ist der deutliche Geburtenrückgang Anfang der 1990er Jahre in Ostdeutschland.

KNA

Rubriklistenbild: © dpa

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