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Polizisten sichern den Tatort: Er liegt weniger als 100 Meter von den Ramblas entfernt, dem wohl wichtigsten Touristenanlaufpunkt Barcelonas. Foto: Andreu Dalmau

Schüsse nahe den Ramblas in Barcelona

An den Ramblas im Herzen Barcelonas versetzen Schüsse Touristen und Anwohner in Panik. Es gab zwei Verletzte. Nach der mysteriösen Attacke fahndete die Polizei am Abend noch nach dem Schützen.

Barcelona (dpa) - Eine Schießerei in der Nähe der berühmten Flaniermeile Ramblas hat in Barcelona unter Touristen und Anwohnern Panik ausgelöst.

Zwei Männer, die vor einem Hotel im Zentrum der spanischen Metropole saßen, wurden aus vorerst noch unbekannten Gründen von einem bewaffneten Maskierten mit mehreren Schüssen attackiert. Eines der Opfer sei von mindestens einer Kugel getroffen und mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, berichteten Medien unter Berufung auf die Polizei. Der Täter sei zu Fuß unerkannt Richtung Ramblas entkommen. Nach ihm wurde am Abend nach Polizei- und Medienangaben intensiv gefahndet.

Die zweite angegriffene Mann habe sich beim Zwischenfall kurz nach 15.00 Uhr (MESZ) an einer Glastür leicht verletzt, als er ins Hotelinnere geflüchtet sei. Bei den Opfern handele es sich nicht um Hotelgäste, hieß es offiziell ohne weitere Details. Die Polizei geht nach eigenen Angaben von einem "Racheakt" aus und ist davon überzeugt, dass die Angegriffenen den Täter kennen müssen.

Die Polizei teilte mit, sie fahnde vorerst nur nach einem Schützen. Die Zeitung "La Vanguardia" berichtete in der Onlineausgabe allerdings, Augenzeugen hätten zwei maskierte Angreifer gesehen. Einige versicherten, der Zwischenfall sei von einer Diskussion im Inneren des Hotels ausgelöst worden. Bei der Fahndung nach dem Schützen wurden mehrere Straßen abgeriegelt. Am Abend fehlte vom Unbekannten über fünf Stunden nach der Attacke aber noch jede Spur.

Augenzeugen berichteten, der kräftig gebaute Schütze habe wortlos auf die beiden Männer geschossen. Das getroffene Opfer hatte nach Zeugenaussagen trotz der Verletzungen weglaufen können und sich in einem kleinen Kleidungsladen versteckt. Der Besitzer erzählte, er sei auf der Toilette gewesen und habe beim Rauskommen plötzlich den stark blutenden und sich übergebenden Mann vor sich gesehen. "Ich habe die Polizei gerufen, und die war auch schnell da", fügte er an.

Nach Angaben von "La Vanguardia" und weiteren Medien löste der Angriff auch in umliegenden Straßen Panik aus. Der Tatort auf der Straße Carrer del Pintor Fortuny liegt weniger als 100 Meter von den Ramblas entfernt, dem wohl wichtigsten Touristenanlaufpunkt Barcelonas.

Bericht in Lavanguardia.com, Spanisch

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