Festnahme am Weißen Haus

Er hielt ihn für ein Alien: Mann schießt auf Pfarrer

Washington - Erst schoss er auf einen Pastor, dann warf er USB-Sticks auf das Gelände des Weißen Hauses. Damit wollte ein Mann aus Idaho eine Verschwörung Außerirdischer aufdecken. Jetzt sitzt er in Haft.

Sicherheitskräfte haben einen Mann am Weißen Haus festgenommen, der am vergangenen Sonntag auf einen Pfarrer geschossen haben soll. Nach Informationen des Nachrichtensenders CNN warf er USB-Sticks und andere Gegenstände über den Zaun des Amtssitzes des US-Präsidenten, als das Wachpersonal des Secret Service auf ihn aufmerksam wurde. 

Der Pfarrer war einen Tag zuvor in Coeur d'Alene im US-Bundesstaat Idaho gemeinsam mit dem republikanischen Präsidentschaftsbewerber Ted Cruz aufgetreten, was Spekulationen über eine politisch motivierte Tat befeuert hatte. Laut einem „Manifest“, das der Flüchtige an mehrere lokale Medien geschickt hatte, sah er den Mann aber als Teil einer weltweiten Verschwörung von Außerirdischen, die er - eventuell mithilfe des US-Präsidenten - aufdecken wollte. 

So listete er Dutzende US-Senatoren und Mitglieder des Kongresses sowie Regierungsbeamte aus Israel auf, die er ebenfalls für Marsmenschen hielt.

Der frühere Soldat des US-Marinekorps war auf der Flucht. Nach dem Attentatsversuch flog er anscheinend nach Washington, wo er am Dienstagabend am Weißen Haus auftauchte. Wie er trotz eines landesweiten Haftbefehls an Bord eines Flugzeuges kam, konnten die Behörden bisher noch nicht klären.

Die Polizei geht davon aus, dass der 30-Jährige psychisch krank ist. Ihm droht nun eine Anklage wegen versuchten Mordes.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbol-Alien)

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