+
Bei dem Brand in der Gesamtschule ist großer Schaden entstanden. Foto: Henning Kaiser

Verdacht auf Brandstiftung

Schule brennt - 15-Jähriger in Gewahrsam genommen

Ein Feuer in einer Schule gibt der Polizei Rätsel auf. In der Nähe wird ein Jugendlicher aufgegriffen. Er war zuvor als vermisst gemeldet worden. Aber offenbar waren noch mehr Menschen am Brandort.

Hennef (dpa) - Bei einem Feuer in einer Gesamtschule in Hennef bei Siegburg ist am Sonntagmorgen ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Ein 15-jähriger Jugendlicher wurde in der Nähe der Schule nach massivem Widerstand in Gewahrsam genommen, wie die Polizei mitteilte.

Dem Jungen, der zuvor von einem Kinderheim als vermisst gemeldet worden war, seien Handfesseln angelegt worden. Ob er mit dem Brand in Verbindung steht, war zunächst unklar. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus. Der Junge wurde dem Heim übergeben.

Um 6 Uhr morgens sei von einem Handy ein Notruf eingegangen: "Die Hauptschule brennt", hieß es von der Polizei. Der Anruf wurde demnach abgebrochen, das Handy war nicht mehr erreichbar. Branderkunder der Feuerwehr sahen bei der Anfahrt zwei Personen flüchten. Ob der 15-Jährige einer von ihnen war, blieb zunächst offen.

Die Feuerwehr brachte mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften den Brand nach kurzer Zeit unter Kontrolle. Betroffen war ein Treppenhaus in einem Trakt der Gemeinschaftshauptschule. Trotz der Zerstörungen werde der Unterricht am Montag regulär stattfinden, teilte die Stadt mit. In den vom Brand betroffenen Räumen werden vier Klassen mit insgesamt 110 Schülern unterrichtet. Sie sollen in Ausweichräumen unterkommen.

Auch in Hamm/Westfalen brannte bereits Samstag eine Grundschule. Unbekannte hatten dort laut Polizei einen Müllcontainer in Brand gesteckt und dadurch einen Dachbrand ausgelöst. Der Sachschaden wurde auf etwa 50 000 Euro geschätzt. Vom Täter fehlte zunächst jede Spur.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Polizei hört am Flughafen Männer etwas schreien - sofort Festnahme
Zwei Betrunkene haben Nazi-Parolen am Flughafen gebrüllt. Die Polizei schritt ein.
Polizei hört am Flughafen Männer etwas schreien - sofort Festnahme
Mondfinsternis am 21. Januar 2019: So sehen Sie jetzt den Blutmond
Bei der Mondfinsternis am 21. Januar 2019 gibt es einen Blutmond zu sehen. Wo kann man ihn beobachten und zu welcher Uhrzeit? Hier die Antworten.
Mondfinsternis am 21. Januar 2019: So sehen Sie jetzt den Blutmond
"Blutmond" wohl an vielen Orten Deutschlands gut sichtbar
Berlin - Am frühen Montagmorgen haben Mondgucker die Chance auf ein seltenes Spektakel: Der Vollmond wird während einer totalen Mondfinsternis rötlich schimmern.
"Blutmond" wohl an vielen Orten Deutschlands gut sichtbar
Kleiner Julen (2) immer noch verschüttet - Retter stoßen auf neues Hindernis
Mit jeder Minute schwindet die Hoffnung auf eine Rettung: Der kleine Julen ist seit dem 13. Januar verschwunden. Jetzt sind die Retter auf ein erneutes Hindernis …
Kleiner Julen (2) immer noch verschüttet - Retter stoßen auf neues Hindernis

Kommentare