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Für den Löwen "Piefke" ist am Freitag bereits Weihnachten. Für ihn und seine Partnerin gab es heute ein Zebra auf der Speisekarte.

In Duisburg

Vor Schulkindern: Zoo verfüttert altes Zebra an Löwen

Duisburg - Für das Löwenpaar im Duisburger Zoo hat das Fest schon begonnen. Es gibt ein ganzes Zebra. Eine Woche lang haben „Piefke“ und seine Löwin daran zu knabbern.

Der Duisburger Zoo hat ein ganzes Zebra an seine beiden Löwen verfüttert. Das weibliche Zebra sei mit 24 Jahren schon sehr alt und gebrechlich gewesen, sagte Zoo-Kurator Volker Grün am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung. „Es wäre so oder so gestorben. So hat es den Löwen noch etwas Gutes getan.“ Das Tier sei mit einem Schuss getötet worden. Das Löwenpaar fresse nun eine Woche lang an dem etwa 250 Kilogramm schweren Zebra. „Es ist das beste Biofleisch, das man sich vorstellen kann und ein vorgezogener Weihnachtsbraten für sie.“

Als das tote Zebra am Donnerstagmorgen ins Gehege gebracht wurde, seien die Löwen ganz aufgeregt gewesen. Löwenmännchen „Piefke“ habe sich den Kadaver dann unter seine Pranken gerissen. Sein Weibchen, das keinen Namen trägt, habe er erstmal nicht an das Fleisch gelassen.

Für die Löwen sei es „das perfekte Nahrungsmittel“ gewesen, sagte Grün. „Es wäre sträflich, das zum Abdecker zu geben und wegzuschmeißen“. Tierpfleger und Biologen hätten anschließend am Gehege für Fragen bereit gestanden. Schulklassen seien vorbeigekommen, die Kinder hätten es aber gut aufgenommen. Der Zoolehrer habe dabei den Kreislauf der Natur erklärt. „Das werden die in ihrem Leben nicht mehr vergessen.“ Angekündigt werden solche Fütterungen nicht: „Wir wollen nicht, dass aus diesem Anlass extra Leute in den Zoo kommen. Es ist keine Besucherattraktion.“

Im Frühjahr 2014 hatte die Tötung einer jungen Giraffe im Kopenhagener Zoo für Empörung gesorgt. Sie war öffentlich seziert und anschließend an die Löwen verfüttert worden. Im Zoo im dänischen Odense war im Oktober ein Löwe vor mehreren hundert Zuschauern seziert worden. Kindern auf diese Art Wissen über die Tierwelt zu vermitteln, ist in Dänemark normal.

dpa

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